Wie die Stiftung Warentest herausfand, führen viele Banken fehlerhafte Schufa-Abfragen durch, die sich negativ auf die Kreditwürdigkeit der Kunden auswirken können.
Für die Überprüfung wurde ein Testkunde in 14 Banken geschickt, der eine Kredit-Anfrage einholen sollte, die jedoch unverbindlich dem Vergleich der Konditionen der verschiedenen Banken dienen sollte. In der Regel überprüfen die Banken die Kreditwürdigkeit der Kunden durch eine Schufa-Auskunft, zu der sie jeweils die Begründung für die Anfrage angeben sollen. Viele Banken geben einfach das Abfrage-Merkmal „Anfrage Kredit” an, was auch bei der Schufa als solches gespeichert wird. Bei mehreren derart gekennzeichneten Anfragen steht dann in der Schufa-Auskunft, dass diverse Kreditanträge erfolgt sind, aber es ist kein daraus resultierender Kredit aufgeführt. Das könnte zu dem Schluss führen, dass die Kreditanträge aufgrund nicht vorhandener Kreditwürdigkeit abgelehnt wurden, was wiederum negative Konsequenzen für den Kunden hat.
Dieses Missverständnis kann vermieden werden, indem der Kreditsachbearbeiter der Bank bei seiner Schufa-Anfrage das Merkmal „Anfrage Kreditkonditionen” angibt. Obwohl dies seit einem Jahr möglich ist, kennen es viele Bankmitarbeiter nicht, oder wenden es einfach nicht an. Bei der Stichprobe der Stiftung Warentest arbeiteten nur 3 der 14 getesteten Banken fehlerfrei, zwei Banken informierten den Kunden nicht einmal über die Schufa-Abfrage und auch weitere Bearbeitungsfehler wurden gemacht.
Die Stiftung Warentest rät deshalb allen Kunden, die einen unverbindlichen Kreditantrag stellen wollen, ihren zuständigen Bankmitarbeiter direkt auf die Merkmale bei der Schufa-Abfrage anzusprechen und darum zu bitten, das richtige Merkmal („Anfrage Kreditkonditionen”) anzugeben. Wer unsicher ist, ob und welche Einträge über seine Person bereits bei der Schufa vorhanden sind, kann eine Selbstauskunft beantragen und bei fälschlich eingetragenen Merkmalen um eine Berichtigung bitten. Wer sich regelmäßig über seine Schufa informieren möchte, für den lohnt sich der Online-Zugang, mit dem man für eine einmalige Gebühr von 15,60 Euro regelmäßige Abfragen durchführen kann.
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