Medienberichten zufolge setzte sich die schwedische Regierung in Form einer Staatsbürgschaft zur Rettung des Automobilherstellers Volvo ein. Der Pkw-Hersteller Volvo hatte bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) einen Kredit über 5 Mrd. Kronen (445 Mio. Euro) beantragt, dem nun von Seiten der EIB intern zugestimmt wurde. Die offizielle Bestätigung werde nach Äußerungen der schwedischen Handelsministerin Ewa Björling gegenüber der „Financial Times“ (Donnerstagsausgabe) am Donnerstag bekanntgegeben.
Volvo will im laufenden Jahr durch ein drastisches Kostensenkungsprogramm, in dem 500 Mio. Kronen (etwa 50 Mio. Euro) eingespart werden sollen, seine Wettbewerbsfähigkeit sichern. Zur Erhaltung der 48.000 Arbeitsplätze im Konzern sollen die Produktionszahlen in den schwedischen und belgischen Werken gekrüzt werden und die Mitarbeiter müssen 2009 und 2010 auf Bonizahlungen verzichten. Das Management wird ebenfalls auf 5 Prozent ihrer Bezüge verzichten müssen.
Für den zum US-Konzern GM gehörenden insolventen Autobauer Saab dagegen lehnte die schwedische Regierung jegliche Unterstützung ab, da Saab bisher keine aussichtsreichen, unterstützungswürdigen Vorschläge vorlegen konnte.
Ewa Björling begrüßte den Vorschlag von EU-industriekommissar Günter Verheugen bezüglich eines Treffens aller Lände rmit GM-Tochterunternehmen, kritisierte allerdings die Forderung der Sozialdemokraten zur Rettung der GM-Tochter Opel. vor allem eine Teilverstaatlichung „sei ein Schritt in die falsche Richtung“.
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