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USA wollen Hypothekenzahler unterstützen

Geschrieben am: 13 Februar 2009 in Kredite

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge will die US-Regierung ihre grundsätzliche Politik in Sachen Hypothekenkrise ändern und zukünftig auch Hausbesitzer unterstützen, die noch nicht in Zahlungsrückstand geraten sind. Einzelheiten zu diesem Plan werden noch ausgearbeitet hieß es, aber bislang ist vorgesehen, dass sich Antragsteller einer standardisierten Prüfung ihrer finanziellen Situation unterziehen lassen müssen. Möglicherweise wird die Schwelle, ab der notleidende Hausbesitzer Hilfsmittel erhalten dürfen, noch gesenkt. Derzeit können Hausbesitzer, deren Hypothekenkosten mehr als 38% ihres Bruttoeinkommens ausmachen, Ansprüche geltend machen. Es ist eine Kooperation mit den beiden Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac geplant, diese sollen jedoch aller Voraussicht nach nicht die neuen Darlehen als Pakete für Investoren anbieten.

Der Richtungswechsel der US-Regierung wird von Experten positiv beurteilt. So zieht Howard Glaser (unter Bill Clinton zuständig für Wohnbau-Politik) diese Lösung einer staatlichen Garantie für notleidende Hypotheken vor, weil letzteres viel zu kostspielig sei. Durch eine Förderung der bestehenden Hypotheken würde man zudem die Infrastruktur der Finanzinstitute nutzen, der Aufbau eines neuen Verwaltungsapparates ist nicht notwendig.

Die Meldung sorgte noch kurz vor Handelsschluss für einen deutlichen Schwung nach oben, so dass zwei der drei Hauptindices im Plus den Tag beendeten. Von dem US-Finanzministerium gibt es hierzu noch keine Stellungnahme.

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