Die Immobilienkrise in den USA weitet sich auch auf Luxusimmobilien aus. Wie der Hypotheken-Daten-Anbieter LPS Applied Analytics berichtet, waren ca. 2,57% der Schuldner mit bester Bonität, die im letzten Jahr so gennante Jumbo-Kredite in Anspruch nahmen, 60 Tage oder mehr mit ihren Zahlungen in Rückstand - diese Quote ist die höchste der letzten 15 Jahre. Bei Jumbo-Krediten handelt es sich um Darlehen mit einer Kreditsumme von mehr als 417.000 Dollar bzw. 729.750 Dollar in Regionen mit hohen Immobilienpreisen. Dieser Anstieg zeigt, dass offenbar auch bonitätsstarke Kreditnehmer von der Immobilienkrise betroffen sind, auch wenn die Quote noch immer weit unter der von bonitätsschwachen Kreditnehmern liegt (20%).
Keith Gumbinger, Vice President bei HSH Associates, sieht die aktuelle wirtschaftliche Situation und weniger eine zu schnelle Kreditvergabe als größten Einflussfaktor bei den steigenden Zahlungsverzügen.
Das Geschäft mit Jumbo-Krediten verringerte sich im vierten Quartal um 4% auf 11 Milliarden Dollar und damit auf den niedrigsten Quartalswert seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 1990. Im Jahr zuvor machte der Anteil von Jumbo-Krediten noch 14% aller neuen Hypothekendarlehen aus. Insgesamt vergaben die fünf größten Kreditgeber (Bank of Americs, Chase Home Finance, Citigroup, Washington Mutual und Wells Fargo) im Jahr 2008 Jumbo-Kredite von 55,3 Milliarden Dollar, davon 4,3 Milliarden im letzten Quartal des Jahres.
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