Obwohl gerade erst bekannt geworden war, dass mehrere AIG-Manager mit Steuergeldern einen Luxusurlaub finanziert hatten, erhält der vorerst gerettete US-Versicherungsriese American International Group (AIG) von der US-Notenbank Fed eine erneute Kapitalspritze in Höhe von 38 Milliarden Dollar.
Dem Versicherungsriesen AIG bewilligte die US-Notenbank gut drei Wochen nach dem ersten Rettungspaket einen erneuten Riesenkredit. Am Mittwoch teilte sie in New York mit, dass sie AIG erneut rund 38 Milliarden Dollar (27,8 Milliarden Euro) an Kredit zur Verfügung stellt, da das erste Darlehen in Höhe von 85 Milliarden Dollar aufgebraucht sei. Mitte September hatte die Fed den Konzern durch das Darlehen vor dem Kollaps bewahrt und im Gegenzug dafür knapp 80 Prozent der AIG-Aktien übernommen. Damit steht der Versicherungsriese nun unter staatlicher Kontrolle.*
Bei einer Anhöhrung im US-Kongress wurde erst am Dienstag bekannt, dass eine Woche nach der Rettung des Konzerns mehrere AIG-Manager mit Steuergeldern einen Urlaub in einem Luxushotel an der kalifornischen Küste verbracht haben. Auf den 440.000 Dollar teuren „Kuraufenthalt“ reagierte die Regierung verärgert. Die Präsidentensprecherin Dana Perino sagte dazu am Mittwoch in Washington: „Das ist ziemlich verachtenswert.“
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