Einer Umfrage von QS TopMBA, dem Veranstalter der Messe „World MBA Tour“ zufolge klaffen die Vorstellungen, was die Finanzierung des MBA-Studiums angeht, zwischen Amerikaner, Asiaten und Europäer sehr auseinander. Bei dieser Umfrage wurden die Besucher der Ys World MBA Tour im Herbst 2007 und Frühjahr 2008 befragt.
Bei der Studie stellte sich heraus, dass die Hoffnung auf ein Stipendium bei den Asiaten mit 44 Prozent am größten ist, gefolgt von den Europäern mit 41 Prozent. Ganz anders sieht es dagegen in den USA aus, hier rechnen nur 29 Prozent damit, in den Genuss eines Stipendiums zu gelangen, und das, obwohl gerade in den USA unzählige Stipendien vergeben werden. Fast die Hälfte der Amerikaner (49 Prozent) müssen sich durch für ihr Studium mit der Aufnahme eines Kredits verschulden. Bei den Europäern sind es dagegen nur 27 Prozent, denn hier greift man für seine Ausbildung am häufigsten auf sein Erspartes zurück (17 Prozent).Wiederum erhoffen sich die Asiaten mit 12 Prozent die größte Unterstützung von der Familie. Eine Unterstützung zum Studium von Seiten der Arbeitgeber ist überall nur sehr gering (zwischen zwei und vier Prozent). Die Bereitschaft, zum Studium einen Kredit aufzunehmen ist überall deutlich gestiegen. Da die Befragung deutlich vor der derzeit weltweiten Finanzkrise stattgefunden hat, ist offen, ob sich im Rückgang der Unterstützung durch Arbeitgeber bereits eine Folge der Kreditkrise widerspiegelt.
Interessant war auch die Erkenntnis der Studie, dass der Anteil der Stipendium-Bewerber überall deutlich gesunken ist, denn immer weniger Interessenten glauben, dass sie dafür nicht in Frage kommen und bewerben sich erst gar nicht.
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