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Bei einer normalen Kreditkarte verfügt man über einen festgesetzten Kreditrahmen. Schöpft man diesen voll aus, muss man aber auch am Ende des Monats oder spätestens am Quartalsende die aufgelaufenen Schulden begleichen. In der Regel buchen die ausgebenden Unternehmen den Betrag in einem Rutsch vom Konto des Karteninhabers ab. In der letzten Zeit entdecken die Unternehmen jedoch immer mehr die Vorteile der “Revolving Credit Card” für sich. Wie gesagt, die Vorteile für sich und nicht unbedingt für den Kunden, denn der kann schneller in der Schuldenfalle landen, als es ihm lieb ist. Bei der “Revolving Credit Card” handelt es sich um nichts anderes als um eine auf den ersten Blick normale Kreditkarte, die jedoch einen eingebauten Ratenkredit hat. Anders als bei den normalen Karten muss man die aufgelaufenen Schulden nicht in einem Betrag begleichen, sondern man kann sie abstottern. Dafür laufen Monat für Monat saftige Überziehungszinsen an. Manche Unternehmen lassen sich den Kredit mit bis zu 25 Prozent vergolden.

Das Wort “Revolving” kommt daher, dass der Kunde sobald er einen Teilbetrag seiner Schulden getilgt hat, neuen Kredit für neue Käufe nachgeladen bekommt. Der Spitzenreiter was die Kosten der “Revolving”-Kreditkarten angeht, ist der Anbieter Advanzia. Hebt der Kunde zum Beispiel Bargeld von seiner Kreditkarte ab, werden 25,9 Prozent Zinsen fällig. Bei Kurzkrediten greift Advanzia mit 19,9 Prozent ebenfalls kräftig zu. Insgesamt buhlen 400 Anbieter um die Gunst der Kunden. Die Unternehmen spekulieren besonders auf die Kunden, die ihre Kreditkarten nicht fristgerecht ausgleichen, um die üppigen Zinsen kassieren zu können.

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