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Rekordzahl bei Zwangsversteigerungen in Amerika

Geschrieben am: 23 Februar 2009 in Hypotheken

Die Einleitung des Zwangsvollstreckungsverfahrens für mehr als 2,3 Millionen Haus- und Wohnungsbesitzer in Amerika hat vergangenes Jahr zu einem traurigen Rekord geführt. Im Vergleich zu 2007 bedeutet das einen Anstieg von 81 Prozent. Von den Zwangsvollstreckungen sind besonders die Staaten Kalifornien, Nevada, der Westen von Arizona sowie der Osten Floridas betroffen, da hier die Hauspreise überdurchschnittlich schnell und enorm in die Höhe geklettert sind. Somit ist die Hypothek oft höher als die Häuser noch an Wert besitzen. Da in Amerika die meisten Hypotheken „no recourse loans” sind, wodurch der Gläubiger zwar auf die Immobilie, jedoch nicht auf Teile des Vermögens des Schuldners Zugriff hat, besteht darin für viele Hausbesitzer der Anreiz, ihre Hypothekenzahlungen einzustellen.

Für Hausbesitzer, die jedoch ihre Zahlungen nicht mehr aufbringen können, stellte Präsident Barack Obama am Mittwochmittag (Ortszeit) in Arizona ein Hilfspaket vor. Obama möchte Banken und Hypothekengläubigern einen finanziellen Anreiz für Umschuldungen bieten, indem er aus dem bestehenden 787 Milliarden Dollar schweren Rettungspaket für das Finanzsystem 75 Milliarden Dollar abzweigen will. Gegen eine von Obama geplante Änderung des privaten Insolvenzrechts, die Richter dazu befugt, Konditionen von Hypothekendarlehen einseitig zugunsten der Hausbesitzer zu verändern, läuft das Finanzgewerbe jedoch Sturm. Ihrer Meinung nach habe eine solche Regelung eine abschreckende Wirkung und könne deshalb zu Einschränkungen in der Kreditvergabe führen.

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