Um die Autobranche nachhaltig zu unterstützen und Arbeitsplätze zu sichern, forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem EU-Sondergipfel weitere Programme mit Krediten. Vorgeschlagen wurde, den finanziellen Rahmen der Europäischen Investitionsbank (EIB) für Antriebstechnologie zu erhöhen, nicht jedoch, alle von den Konzernen gewünschten Kreditforderungen nachzugeben. Merkel bezeichnete diese Hilfe aufgrund der hohen Nachfrage in moderne Antriebstechnologien als möglichen Konjunkturimpuls.
Die EIB stellte der Branche für das aktuelle und das nächste Jahr Kredithilfen in Höhe von rund 4 Milliarden Euro in Aussicht. Unter bestimmten Voraussetzungen können Autobauer und Zulieferunternehmen auch andere Kreditmöglichkeiten der Bank in Anspruch nehmen. Bis Ende März sollen Darlehen von insgesamt 6,8 Milliarden Euro fließen. Über eine Aufstockung der Kreditlinien müssen die EU-Regierungen entscheiden.
Zahlungen aus dem Hilfsfonds der EU für Ungarn und andere osteuropäische Länder lehnte die Kanzlerin jedoch ab. Ungarn forderte die Einrichtung eines Solidaritätsfonds in Höhe von bis zu 190 Milliarden Euro. Merkel zufolge wird Ungarn und anderen Ländern auch weiterhin von den internationalen und europäischen Finanzinstitutionen geholfen, aber nicht allen mittel- und osteuropäischen Ländern sei die gleiche Situation gegeben. Auch andere Mitgliedsstaaten und der tschechische EU-Vorsitz haben sich bereits gegen einen solchen Osteuropa-Fonds ausgesprochen.
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