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Die US-Hypothekenkrise macht sich auch bei dem Kreditkartenanbieter American Express bemerkbar: Durch sinkende Ausgaben, steigende Zahlungsausfälle und einer zunehmenden Anzahl von Betrugsdelikten erwartet der Finanzdienstleister ein Sonderaufwand von 440 Millionen US-Dollar (297 Millionen Euro). Damit fällt der Gewinn im vierten Quartal niedriger aus als im Vorjahr. Diese Mitteilung sorgte für Druck auf die American-Express-Aktien, die daraufhin um 4,9% einbrachen und mit 46,50 Dollar endeten.

Bei dem anhaltenden Wirbel um die Immobilienkrise in den USA blieben die ernsten Folgen für das Kreditkartensegment bislang fast unbemerkt, doch bei den großen Dienstleistern sind sie schon seit einige Zeit deutlich zu spüren. So verzeichnete die angeschlagene Citigroup allein für ihre Konsumentenkredite, zu denen auch die Kreditkartendarlehen gehören, bereits im dritten Quartal einen Verlust von 2,2 Milliarden US-Dollar. Immer mehr Kunden sind bei ihren Schulden auf Kreditkartenkonten mindestens 30 Tage im Zahlungsverzug. Gleichzeitig sinkt die so genannte Zahlungsrate seit einigen Quartalen stetig. Die Zahlungsrate gibt Auskunft über Zahlungswillen und –fähigkeit der Kunden, eine Abnahme dieses Werts gilt in der Branche als Frühwarnsignal dafür, dass immer mehr Amerikaner nicht mehr ihre Schulden bedienen oder gar begleichen können.

Die immer größere Kreise ziehende Hypothekenkrise am US-Markt hängt direkt mit den hohen Kreditkartenschulden der Amerikaner zusammen, denn viele US-Bürger nutzten in der Vergangenheit die gestiegenen Werte ihrer Immobilien als Sicherheit bei den Kreditkartengesellschaften, die daraufhin immer höhere Schulden duldeten. Dieses Prinzip funktioniert jedoch nur, wenn die Immobilienpreise stetig steigen, was aber seit Monaten nicht mehr der Fall ist.

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