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Wie der IT-Sicherheitsspezialist Symantec kürzlich berichtete, wurden im letzten Jahr im Internet gestohlene Waren und zugehörige Dienstleistungen im Gesamtwert von geschätzten 276 Millionen US-Dollar (umgerechnet 217 Millionen Euro) angeboten. Mit 31% gehören gestohlene Kreditkarten-Informationen zu den begehrtesten und meistgehandelten Waren, die im Internet. Mit einem durchschnittlichen Kreditrahmen von 4000 Dollar (3150 Euro) betrug der Schaden damit umgerechnet rund 4,2 Milliarden Euro. Kreditkarten-Daten kosten zwischen 10 Cent und 25 Dollar, sogar Mengenrabatte sind möglich. Ebenfalls sehr beliebt bei Internet-Kriminellen sind andere Finanzdaten wie z.B. Kontonummern, deren Handel etwa 20% ausmacht. Der potenzielle Wert dieser gehandelten Daten beläuft sich auf etwa 1,3 Milliarden Euro.

Symantec bezeichnet den Datenhandel im Internet als effizienter globaler Marktplatz, an dem sich sowohl straff organisierte Banden als auch lockere Gruppen beteiligen. Über “normale” Stellenanzeigen werden Fachkräfte und Experten gesucht, deren Wissen bei den Online-Raubzügen genutzt wird. Die meisten Server, die für die illegalen Transaktionen genutzt werden, stehen in den USA (45%), gefolgt von Europa, Mittlerer Osten und Afrika (38%), weit dahinter der asiatisch-pazifische Raum mit 12% und Lateinamerika mit 5%.

Diese Daten stammen aus einer einjährigen Beobachtung, die Symantec zwischen Juli 2007 und Juni 2008 durchgeführt hat. Dabei wurden 69.130 Händler unter die Lupe genommen und 44 Millionen E-Mails aus Untergrund-Foren analysiert.

Analyst und Symantec-Sicherheitsexperte Candid Wüest fordert eine anhaltende Weiterentwicklung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität um den Instrumenten und Methoden, die von den Kriminellen genutzt werden, etwas entgegen zu setzen.

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