Anders als in den USA nehmen deutsche Kreditkarteninhaber gar kein Darlehen im eigentlichen Sinne auf, da die Bank den kompletten Betrag innerhalb von vier Wochen - meistens kostenlos - beim Kartenbesitzer wieder abbucht. Dagegen mussten amerikanische Revolving Credit-Card-Inhaber auf ihrem sogenannten Revolving-Konto beim Überziehen mit sehr hohen Zinsen rechnen, da dieses Konto immer im Minus geführt wird.
Die Kartenschulden der Amerikaner stiegen so schnell auf inzwischen rund 1 Billion Dollar an, da von dem Konto nicht der komplette Betrag, sondern immer nur kleine Teilbeträge abgebucht wurden und die Banken sehr großzügig bei der Gewährung von Kreditlimits waren. Da ein Großteil der Kartenschulden nicht zurückgezahlt werden kann, bleiben die Banken nun auf den Krediten sitzen. Als Folge senkten sie deshalb massiv die Kreditlimits und hoben die Bonitätsanforderungen drastisch an.
Aufgrund des deutschen Dispokredits, den es in den USA nicht gibt, konnte sich die Revolving Credit Card bei uns nicht durchsetzen.
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