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Auch für die gut 30.800 deutschen Kunden der isländischen Kaupthing-Bank wird es wohl doch noch ein Happy-End geben, da sich am Dienstag die Mitgliedstaaten des Internationalen Währungsfonds (IWF) darauf einigten, Island Kredite zu gewähren. Die IWF stellte für diese Hilfe als Bedingung, dass Island für die Einlagen ausländischer Bankkunden Garantien übernimmt. In den vergangenen Tagen hatten sich die positiven Vorzeichen bereits gehäuft. Am Montag hatte die isländische Regierung erstmals auch Garantien für mehr als 300.000 britische und niederländische Kunden der ebenfalls zusammengebrochenen Onlinebank Icesave abgegeben. Ein Sprecher des isländischen Einlagensicherungsfonds sagte in Reykjavik, dass nach den Verhandlungen zwischen Island und Deutschland „spätestens in einigen Wochen“ mit einer Lösung zu rechnen sei.

Die Niederlassung der isländischen Kaupthing-Bank in Deutschland hatte mit attraktiven Zinsen für Tages- und Festgeld um Kunden geworben. Durch die Finanzkrise geriet die Kaupthing-Bank in Bedrängnis und daraufhin sperrte die deutsche Bankenaufsicht Bafin am 9. Oktober die Konten der deutschen Anleger. Sie kamen nicht mehr an ihr Geld. Am 31.Oktober stand dann endgültig fest, dass die Kaupthing-Bank pleite ist. Die deutschen Sparer bangen seitdem um ihr angelegtes Geld. Jetzt ist die isländische Einlagensicherung zuständig, pro Kunde garantiert sie mindestens Einlagen in Höhe von 20.887 Euro. Jedoch war bis jetzt noch nicht klar, ob in dem Fond überhaupt genug Geld vorhanden ist, um den deutschen Kunden tatsächlich ihre Guthaben zu erstatten, da durch die Pleite von drei großen isländischen Banken entsprechend viele Sparer entschädigt werden müssen.

Nach den Verhandlungen zwischen den Regierungen heißt es aus Verhandlungskreisen, dass es nun als sicher gilt, dass die deutschen Kaupthing-Kunden ihre Einlagen bis zur Garantiegrenze zurückbekommen werden.

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