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In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ warf Bernhard Schreier, Chef des stark unter der Investitionspause seiner Kunden leidenden Druckmaschinenherstellers Heidelberger Druck den Banken eine zu zögerliche Kreditvergabe vor. „Das Motto muss lauten: Rückt mehr Geld für Investitionen raus. Nur dann kann es aufwärtsgehen“, sagte er der Zeitung. Schreier fordert jedoch auch Hilfe vom Staat, indem sie mehr Druck auf die Banken ausüben sollen, damit mehr Kredite vergeben werden. Damit steht er nicht allein da, denn auch andere Bankkritiker sowie Notenbanker und Politiker haben die Bundesregierung schon dazu aufgefordert. Dagegen sieht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie einige Wirtschaftwissenschaftler keine Kreditklemme gegeben.

Da zwei Drittel ihrer Kunden vor allem Werbung drucke, und diese durch die Wirtschaftslage gestoppt sei, veranlasse das seine Kunden zu einer Investitionspause. Man habe es so wenig Aufträge wie seit zehn Jahren nicht mehr und rechne auch nicht mit einer Erholung der Nachfrage. „Ohne Aufträge bestellen sie keine Druckmaschinen“, sagte Schreier. In dem Interview klagte er: „Vor allem unsere Kunden haben es zweifelsohne schwerer, kredit zu bekommen. Ihre Wünsche werden länger geprüft und häufiger zurückgewiesen.“Die Zurückhaltung bei der Kreditvergabe mache die Krise dadurch unberechenbar.

Der weltgrößte Druckmaschinenhersteller hat in den letzten sechs Jahren sein Heil in Kurzarbeit, Stellenstreichungen sowie Sparprogrammen gesucht und wies Befürchtungen über eine eigene Finanzklemme zurück. „Wir sind solide finanziert“, bekräftigte Schreier. Man habe über staatliche Unterstützung nie nachgedacht und Gerüchte über Verhandlungen zum Einstieg eines Investors gebe es auch nicht. Allerdings denke man über eine Einladung an einen Ankeraktionär nach, deutete Schreier an: „Man muss uns aber zugestehen, dass wir in dieser schwierigen Situation alle Optionen prüfen.“

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