Eine isländische Delegation hat in Moskau Verhandlungen über Einzelheiten eines Not-Kredits aufgenommen. Russland soll dem kurz vor einem Staatsbankrott stehenden nordatlantischen Inselstaat mit einem Not-Kredit aus der Klemme helfen. Die russische Regierung ist grundsätzlich dazu bereit, dem Inselstaat 4 Milliarden Euro zu günstigen Bedingungen zur Verfügung zu stellen.
Durch die Weltfinanzkrise ist auch die isländische Krone ins bodenlose gefallen. In den Lagerhallen der Lebensmittelgeschäfte befinden sich derzeit nur noch für zwei Wochen Waren. Da Island so gut wie alle Lebensmittel mit Ausnahme von Fisch, Fleisch und Milchprodukten importieren muss, trifft es sie schwer, dass die Importwaren sich in letzter Zeit ungeheuer verteuert haben. Der Filialleiter eines Bonus-Supermarktes schildert die Entwicklung: „Die Erdnussbutter hat vor drei Wochen 410 Kronen gekostet, jetzt sind es 639 Kronen, diese Kekse stiegen von 169 auf 219 Kronen und Carapelli-Olivenöl statt 698 jetzt 1029 Kronen.“
Islands hohes Wirtschaftswachstum war in den vergangenen Jahren kreditfinanziert. Der isländische Geldmarkt ist mit dem Zusammenbruch seiner Banken auch zusammengebrochen.
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