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Zur Umsetzung der verschärften Umweltanforderungen wollen jetzt auch die europäischen Automobilhersteller analog zu den US-Konzernen öffentliche Hilfen einfordern. Das bestätigte am Wochenende gegenüber dem „Wall Street Journal“ (WSJ – Montagsausgabe) ein Fiat-Sprecher. Um die Fahrzeugflotte schneller auf die von der EU geforderten Emissionsobergrenzen umstellen zu können, wolle die Branche von der Europäischen Kommission Kredite über 40 Milliarden Euro einfordern. Für die US-Automobilhersteller hat vor kurzem der US-Kongress ein Kreditprogramm von 25 Milliarden US-Dollar bewilligt, damit diese ihre Fahrzeuge sparsamer und umweltfreundlicher machen können.

Wie das „Wall Street Journal“ schreibt, soll Fiat dem europäischen Automobilverband ACEA auf der Board-Sitzung am Freitag, bei der es um die verschärften Emissionsregeln ging, einen entsprechenden Vorschlag gemacht haben. Die Obergrenze von 120 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer soll künftig für den Durchschnitt der gesamten Fahrzeugpalette jedes einzelnen Herstellers gelten. Für die weltweite Klimaerwärmung wird der Kohlendioxid-Ausstoß verantwortlich gemacht. Diese Obergrenze bereits bis zum Jahr 2012 zu schaffen, ist aus Sicht der Automobilhersteller wirtschaftlich unmöglich. Deshalb haben sie auf die Verschiebung des Termins auf 2015 gedrängt.

„Alle europäischen Automobilhersteller stimmen bei der Forderung (nach 40 Milliarden Euro) überein“, sagte am Wochenende ein Fiat-Sprecher und bestätigte damit die vorher gemachte Aussagen von CEO Sergio Marchionne. Eine mit dem Fiat-Vorstoß vertraute Person sagte der Zeitung, dass die genauen Details der Forderungen noch unklar seien.

Bislang gibt es keine formale Vereinbarung der Hersteller, so die Angaben von ACEA-Generalsekretär Ivan Hodac. Der Verband sei bisher auch noch nicht an die EU-Kommission herangetreten. Zu den Details der Diskussion auf der ACEA-Board-Sitzung wollte sich Hodac nicht äußern.

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