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Einem Bericht der “Financial Times Deutschland” zufolge stößt der 115 Mrd. Euro schwere Deutschlandfonds bei den Unternehmen zunehmend auf Interesse. Wie das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte, will man den Fonds noch bekannter machen, denn es lägen für den Wirtschaftsfond Deutschland mittlerweile Kreditanträge im Umfang von rund 10 Mrd. Euro vor.

Nach Mitteilung des Ministeriums lägen ihr Kreditanträge von rund 4,4 Mrd. Euro vor, rund 1,9 Mrd. Euro aus dem Mittelstand und 2,5 Mrd. Euro von größeren Unternehmen sowie 20 Anträge mit einem Volumen von mehr als 6 Mrd. Euro auf Großbürgschaften. Nach Angaben von Ulrich Schröder, Chef der staatlichen KfW-Förderbank bewilligte die Förderbank bisher 235 Anträge mit einem Volumen von 650 Mio. Euro und insgesamt wurden 164 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 124 Mio. Euro von ihr abgelehnt. Angaben Schröders zufolge führt die KfW eine „Shadow-Liste“, die sowohl kleine als auch große Unternehmen erfasse, um künftige Nachfragen der Firmen nach Fondsgeldern abschätzen zu können.

Der Anfang des Jahres im Rahmen des zweiten Konjunkturpakets aufgelegte Deutschlandfonds besteht aus einem Bürgschaftsteil und einem Kreditprogramm der KfW. Für Bürgschaften stehen in diesem Fonds 75 Mrd. Euro und für Kredite über die KfW 25 Mrd. Euro zur Verfügung. Die übrig bleibenden 15 Mrd. Euro wurden bereits mit dem ersten Konjunkturprogramm der Bundesregierung bereitgestellt. Zwar erhalten die Unternehmen durch diesen Fonds staatliche Unterstützung, müssen jedoch dafür die marktüblichen Zinsen und Gebühren zahlen, was nach FTD-Informationen wahrscheinlich viele Unternehmen vor einer Antragstellung zurückhält. Hingegen führt das Wirtschaftsministerium das Zögern auf den geringen Bekanntheitsgrad des Fonds zurück und will deshalb in den kommenden Wochen zusammen mit der KfW Informationsveranstaltungen für Unternehmensverbände und Banken organisieren, um das Interesse der Wirtschaft zu steigern.

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