Verbraucherschützer warnen: Gerade zum Jahreswechsel sind viele Konten im Minus: Niemand will an Weihnachten geizig sein und so übernehmen sich manche trotz Weihnachtsgeld bei dem Geschenkekauf. In diesem Jahr ist besondere Vorsicht geboten, denn durch den Anstieg der Sprit- und Lebensmittelpreise ist die Inflation mit 3% auf dem höchsten Wert seit 1994.
Elvira Roth, Expertin für Budgetplanung der Verbraucherzentrale NRW, erklärt, dass viele Verbraucher vergessen, zum Jahresende hin Rücklagen zu bilden und stattdessen jedes Jahr Hunderte Euro für Geschenke ausgeben. Nach einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche rechnen die Deutschen in diesem Jahr mit Ausgaben in Höhe von ca. 420 Euro.
Gerade im Januar werden jedoch viele Zahlungen fällig, hierzu gehören klassischerweise die Jahreszahlungen für die Kfz- und Haftpflichtversicherung. Marius Stark von der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände in Berlin sieht aber dennoch im Weihnachtsfest den Hauptgrund für die Verschuldung zum Jahresende hin. Viele Menschen möchten nicht, dass es den Kindern an etwas mangelt und die Geschäfte locken mit zinsfreiem Ratenkauf. Doch die Raten sind schnell vergessen, deshalb sollten Personen, die sowieso nur gerade eben mit ihrem Geld auskommen, eine genaue Aufstellung über die Einnahmen und Ausgaben machen und sich auch nach diesen Zahlen richten. Roth empfiehlt deshalb, erst einkaufen zu gehen, wenn man sich einen genauen Überblick über die verfügbaren Finanzen verschafft hat. Allerdings raten Schuldnerberater nicht generell von Spontankäufen ab, Werner Sanio, Vorstandsmitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung, ist der Meinung, dass man sich auch mal etwas gönnen sollte.
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