Die Commerzbank hat auf die weltweite Finanzkrise reagiert und will Ihren Kunden zukünftig Eigenheimkredite mit Verkaufsschutz anbieten. Nach eigenem Bekunden ist die Commerzbank damit der erste Anbieter von Immobiliarkrediten in Deutschland. Das Angebot gilt nur für Privatpersonen.
Der Privatkundenvorstand Achim Kassow sagte am Montag in Frankfurt: „Wir garantieren dem Kunden dann, dass wir seinen Kredit auch dann nicht weiterverkaufen, wenn er in Schwierigkeiten geraten ist». Viele Verbraucher sind verunsichert, aufgrund des anhaltendenden Verkaufs von Immobilienkrediten in Deutschland.
Die Pläne von Berliner Politikern, mit einer gesetzlichen Regelung gegen den umstrittenen Verkauf von Krediten vorzugehen stößt hingegen bei vielen Banken und Sparkassen auf Skepsis bzw. wird sogar komplett abgelehnt. In einer Stellungnahme für eine Anhörung des Bundestags-Finanzausschusses am kommenden Mittwoch warnen die Institute daher auch vor einem Sonderkündigungsrecht für Kreditnehmer, für den Fall das ihr Darlehen verkauft wird. Auch Kassow sprach sich gegen eine vorschnelle Regulierung aus, solange noch die Möglichkeit vorhanden ist, „dass der Markt etwas tut. „
Kassow machte allerdings auch deutlich, dass in dieser Frage Handlungsbedarf bestehe. Wie aus einer repräsentativen Studie von TNS Infratest, die durch die Commerzbank in Auftrag gegeben wurde, hervorgeht, sind mehr aus die Hälfte der Befragten beunruhig, wenn ihr Kredit an Finanzinvestoren weiterverkauft würde. Zu dieser Beunruhigung hat unter anderem auch die US-Immobilienkrise beigetragen.
Die Commerzbank plant, den Verkaufsschutz voraussichtlich ab April 2008 anzubieten. Für diese zusätzliche Sicherheit wird der Kreditnehmer einen Preis von 0,1 bis 0,2 Prozent der Kreditsumme pro Jahr zahlen müssen und hat dann die Gewissheit, dass sein Kredit während der gesamten Laufzeit nicht weiterverkauft wird.
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