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Der von der European Investment Bank gewährte Kredit über 500 Millionen Dollar an den finnischen Handyhersteller Nokia ist auf fünf Jahre befristet. Das Geld will Nokia in den nächsten drei Jahren in Forschung und Entwicklung investieren, und damit eine Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit der Symbian-Smartphones erreichen.

Wie das Unternehmen mitteilte, gehe man davon aus, dass auch die Symbian Foundation von den mit dem Darlehen finanzierten Forschungsprojekten profitieren wird. Die Symbian Foundation wurde von Nokia und anderen Unternehmen gegründet und soll Symbian OS zu einer einheitlichen Open-Source-Plattform machen, die alle Mitglieder kostenlos nutzen können.

Der weltgrößte Mobiltelefon- und Smartphoneshersteller Nokia muss sich zunehmend gegen die Konkurrenten Apple und Research in Motion wehren. Zwischen dem dritten Quartal 2007 und dem gleichen 2008 sank sein Marktanteil bei Smartphones von 48,7% auf 42,4%, im gleichen Zeitraum sank der Anteil von Symbian OS von 63,1% auf 49,8%.

Nach einer aktuellen Studie der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) meldeten 2009 schon mehr Firmen weltweit Insolvenz an als in den Jahren 2006 und 2007 zusammen. Vom Jahresbeginn bis zum 17. Februar waren hiervon 32 Unternehmen betroffen, darunter einige prominente Namen aus Deutschland (Speicherchiphersteller Qimonda und Modelleisenbahnhersteller Märklin) und den USA (Unternehmensberatung Bearing Point, Medienkonzern Tribune und Trump Entertainment von Immobilieninvestor Donald Trump). Bei den 32 Insolvenzen handelt es sich insgesamt um 23 Unternehmen aus den USA, 6 aus Schwellenländern, 2 aus Kanada und 1 aus Frankreich.

Besonders gefährdet sind Unternehmen, die unter einen hohen Schuldenlast leiden, berichtet die “Financial Times Deutschland”. Für das aktuelle Jahr erwartet die Ratingagentur einen Rekord der Firmeninsolvenzen. Im Januar stieg die Ausfallrate bei Firmen mit spekulativer Bonitätsnote auf 3,83% (Dezember: 3,47%), in den nächsten 12 Monaten wird sie auf 13,9% steigen, so die Prognose von S&P. Das würde den alten Rekord von 12,5% aus dem Jahr 1991 brechen. Wenn dies der Fall ist, würden bis Ende Januar 2010 insgesamt 206 Firmen Insolvenz anmelden müssen.

Weit hergeholt ist diese Einschätzung keineswegs, denn bis zum 16. Februar wurden 265 Unternehmen von der Agentur als “Weakest Links” eingestuft, d.h. sie haben einen negativen Ratingausblick und könnten herabgestuft werden. Die Gesamtsumme der Schulden dieser Unternehmen beläuft sich auf $485,7 Milliarden Dollar (umgerechnet 382,6 Milliarden Euro).

Zum ersten Mal zweifelt die Ratingagentur Moody’s an dem Bestand der Bestnote AAA für die Kreditwürdigkeit der USA. Was zunächst relativ unspektakulär klingt, birgt “Welt Online” zufolge jedoch eine enorme Brisanz, denn eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA hätte Folgen für die ganze Welt.

Holger Sandte, Chefvolkswirt der WestLB, sieht die Meldung erst einmal gelassen, denn die größte Volkswirtschaft der Welt könne praktisch nicht pleite gehen, weil sie keine Schulden in Fremdwährungen hat. Demnach könnte sie im Notfall “einfach Dollar nachdrucken”.

Bis dato galten die USA als sehr gute Schuldner, doch angesichts der riesigen durch die Finanzkrise nötigen Rettungspakete könnte sich dies eventuell bald ändern. Die Geldgeber der USA beginnen sich Sorgen um ihr Geld zu machen, darunter auch China, das mit mit US-Staatsanleihen im Wert von 682 Milliarden Dollar der größte Gläubiger ist. Dabei ist noch nicht einmal der Verlust der Anleihenkurse entscheidend, sondern der Verfall des Dollar-Kurses, der in diesem Fall eintreten würde. Um zu verhindern, dass sie ihr investiertes Geld verlieren, könnten die Anleger sich zu einem Verkauf ihrer Staatsanleihen entschließen, was den Dollar noch weiter drücken würde. Dieser Teufelskreis kann nur verhindert werden, wenn China und Japan von einem Verkauf ihrer US-Staatsanleihen absehen. Da sie niemals die gesamten Anlagen in Euro-Anleihen tauschen könnten und die übrigen US-Papiere einen erheblichen Wertverlust erleiden würden, ist ein Verkauf auch nicht sehr wahrscheinlich.

Sandte hält eine Fluchtbewegung aufgrund den Entwicklungen bei privaten Pensionsfonds allerdings für durchaus denkbar. Devisenexperte Christian Apelt von der Landesbank Helaba geht davon aus, dass sich die Krise noch erheblich verschärfen müsse, bevor es zu einer dauerhaften Fluchtbewegung aus US-Anlagen komme.

Da die Kreditlinie Ende März ausläuft, muss der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche bei der Verlängerung seiner zehn Milliarden Euro Kreditlinie, die von der 35 Milliarden Euro Kreditlinie zur Absicherung des Pflichtangebots für Volkswagen übriggeblieben sind, nun mit drastisch steigenden Zinsen rechnen. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte der Leiter eines Krditkonsortiums: „Porsche wird bei der Refinanzierung auf böse Banken und auf böse Konditionen treffen.“ Der Grund dafür liegt daran, dass Porsche im Februar 2008 die Kreditlinie zu besonders günstigen Konditionen erhalten hatte. Das Geld jedoch wurde nur auf die Bank gelegt und brachte den Gläubigern herbe Verluste ein.

Porsche sieht dem allen jedoch positiv entgegen und ist zuversichtlich, sie rechtzeitig vorher zu verlängern. „Wir sind nicht unter Druck, wir glauben, dass wir auf der positiven Seite des marktes stehen, und wir sind nicht bereit, jeden Preis zu zahlen“, betonte ein Porsche-Sprecher. Das Banken-Konsortium, dem ABN Amro, Barclays, Merrill Lynch, MLA und die Commerzbank angehören haben durch einen Banker verlauten lassen, dass Porsche sehr wohl wisse, wie sehr sich der Markt verändert habe und eine Verlängerung der Linie von vornherein nicht vereinbart worden sei. Demnach müssen die Konditionen völlig neu verhandelt werden.

In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ warf Bernhard Schreier, Chef des stark unter der Investitionspause seiner Kunden leidenden Druckmaschinenherstellers Heidelberger Druck den Banken eine zu zögerliche Kreditvergabe vor. „Das Motto muss lauten: Rückt mehr Geld für Investitionen raus. Nur dann kann es aufwärtsgehen“, sagte er der Zeitung. Schreier fordert jedoch auch Hilfe vom Staat, indem sie mehr Druck auf die Banken ausüben sollen, damit mehr Kredite vergeben werden. Damit steht er nicht allein da, denn auch andere Bankkritiker sowie Notenbanker und Politiker haben die Bundesregierung schon dazu aufgefordert. Dagegen sieht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie einige Wirtschaftwissenschaftler keine Kreditklemme gegeben.

Da zwei Drittel ihrer Kunden vor allem Werbung drucke, und diese durch die Wirtschaftslage gestoppt sei, veranlasse das seine Kunden zu einer Investitionspause. Man habe es so wenig Aufträge wie seit zehn Jahren nicht mehr und rechne auch nicht mit einer Erholung der Nachfrage. „Ohne Aufträge bestellen sie keine Druckmaschinen“, sagte Schreier. In dem Interview klagte er: „Vor allem unsere Kunden haben es zweifelsohne schwerer, kredit zu bekommen. Ihre Wünsche werden länger geprüft und häufiger zurückgewiesen.“Die Zurückhaltung bei der Kreditvergabe mache die Krise dadurch unberechenbar.

Der weltgrößte Druckmaschinenhersteller hat in den letzten sechs Jahren sein Heil in Kurzarbeit, Stellenstreichungen sowie Sparprogrammen gesucht und wies Befürchtungen über eine eigene Finanzklemme zurück. „Wir sind solide finanziert“, bekräftigte Schreier. Man habe über staatliche Unterstützung nie nachgedacht und Gerüchte über Verhandlungen zum Einstieg eines Investors gebe es auch nicht. Allerdings denke man über eine Einladung an einen Ankeraktionär nach, deutete Schreier an: „Man muss uns aber zugestehen, dass wir in dieser schwierigen Situation alle Optionen prüfen.“

Einem Bericht zufolge, will die vom Staat mit 45 Milliarden Dollar gestützte amerikanische Großbank Citigroup in den nächsten Monaten den Märkten 36,5 Millarden Dollar (28,6 Milliarden Euro) zur Kreditvergabe zur Verfügung stellen. Nachdem die Banken zuletzt aufgrund ihrer zögerlichen Kreditvergabe heftig kritisiert wurden, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Citigroup, Vikram Pandit, in einer dem Bericht beiliegenden Stellungnahme, dass die Bank ihre Verantwortung wahr nehme, die Mittel des Rettungspakets schnell und transparent einzusetzen, um die Kreditvergabe wieder anzukurbeln. Außerdem stellte Pandit in dem Bericht klar, dass die Mittel des Rettungspakets nicht für Lobbying, Dividenden, Marketing oder Boni verwendet würden. Am heutigen Dienstag sollte der Bericht in New York vorgestellt werden.

Die Vergabe der Kredite werde nicht direkt aus den Milliarden der Steuerzahler erfolgen. Aufgrund der staatlichen Kapitalspritze ist die Bank in der Lage, sich mehr Geld zu günstigen Konditionen zu leihen, um dies dann mit einem Aufschlag weiter zu verleihen. Für den Aufkauf und Neuvergabe von Hypothekenkrediten sollen 25,7 Milliarden Dollar bereitgestellt werden, 5,8 Milliarden fließen in die Kreditkartendarlehen ein und rund 4 Milliarden werden für Kredite an Geschäfts- und Privatkunden bereitgestellt. Selbst für Studenten wird 1 Milliarde Dollar für Darlehen zur Verfügung gestellt.

Das Formel 1-Team des japanischen Automobilherstellers Honda hat beim britischen Wirtschaftsministerium (BERR) um finanzielle Unterstützung bei seinem Kampf um den Verbleib in der Formel 1 gebeten. Das BERR stellte am Dienstag für die angeschlagene Automobilindustrie ein 2,5 Milliarden Euro teures Rettungspaket vor. Da sich der Hauptsitz von Honda Racing im englischen Brackley befindet, habe das Team Aussicht auf staatliche Hilfe. Über eine mögliche Kreditvergabe habe es mit dem BERR bereits mehrere Gespräche gegeben, und „es gibt keinen Grund, warum sich Honda Racing nicht um Hilfe aus dem Paket bewerben könnte“, teilte ein Sprecher mit.

Als Folge der weltweiten Wirtschaftskrise hatte Honda am 5. Dezember mitgeteilt, aus der Königsklasse aussteigen zu wollen. Man sucht seit dem vergangenen Jahr nach einem neuen Partner für den Rennstall.

Nach mehr als 20 Jahren empfing der russische Staatschef Dmitri Medwedew mit Kubas Präsident Raúl Castro erstmals wieder einen kubanischen Staatschef im Moskauer Kreml. Am Freitag unterzeichneten beide Staatsoberhäupter eine Absichtserklärung für eine strategische Partnerschaft. Beide Staatschefs sprachen von einem Neubeginn ihrer Beziehungen durch den Abschluss von Wirtschaftsabkommen in den Bereichen Automobilindustrie, Landwirtschaft, Fischerei, Luftfahrt sowie Bildung, Wissenschaft, Tourismus und Sport und der Vereinbarung über einen Kredit für Kuba. Nach dem Ende der Sowjetunion hatten sich die Beziehungen zwischen Moskau und Kuba deutlich abgekühlt.

Gegenüber Dow Jones Newswires äußerte sich am Montag ein Sprecher des französischen Finanzministeriums, dass die französische Regierung dem Vorhaben zu Zwischenkrediten für Kunden des europäischen Flugzeugherstellers Airbus gerade den letzten Schliff gebe. Die Höhe des Kreditvolumens werde sich in der Region von 5 Mrd. Euro bewegen und so bald wie möglich auf den Weg gebracht werden. Nähere Details wollte er nicht nennen.

Der Sprecher bestätigte damit einen vorangegangenen Bericht der Zeitung „Les Echos“, wonach das Geld als Zwischenfinanzierung über kreditgebende französische Banken an die Airbus-Kunden fließen soll. Dadurch soll verhindert werden, dass Fluggesellschaften ihre Bestellungen für Flugzeugkäufe bei der Tochter der European Aeronautic Defence and Space Co. NV (EADS) aufgrund der Kreditkrise stornieren müssen.

Wie die italienische Tageszeitung „Il Messaggero“ am Freitag ohne Angaben von Quellen berichtete, spreche der CEO des italienischen Automobilherstellers Fiat SpA, Sergio Marchionne mit einigen Banken über die Bereitstellung von 1,5 Milliarden Euro. Wie aus dem Bericht der Zeitung hervorgeht, soll es sich dabei um UniCredit SpA, Intesa Sanpaolo sowie einer weiteren internationalen Bank handeln. Hingegen habe sich die UBS AG laut „Il Messaggero“ aus den Verhandlungen zurückgezogen.