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400 Euro Jobs immer beliebter

Geschrieben am: 17 März 2011 in Wirtschaft

In Zeiten, wo viele Menschen Probleme haben, mit ihrem normalen Einkommen über die Runden zu kommen, werden 400 Euro Jobs immer beliebter.

Ein 400 Euro Job ist eine gute Möglichkeit, um sich am Abend oder am Wochenende noch etwas Geld dazuzuverdienen. Es gilt dabei aber einige Dinge zu beachten.

Unter anderem ist es wichtig, den Arbeitgeber zu informieren bzw. die Zustimmung einzuholen. Wer möchte schon wegen einem Nebenjob in seinem Hauptjob Probleme bekommen.

Wer einen 400 Euro Job annimmt, der sollte sich vorher informieren, wie hoch eine angemessene Bezahlung ist und was man sonst noch beachten sollte.

Einem Bericht der “Financial Times Deutschland” zufolge stößt der 115 Mrd. Euro schwere Deutschlandfonds bei den Unternehmen zunehmend auf Interesse. Wie das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte, will man den Fonds noch bekannter machen, denn es lägen für den Wirtschaftsfond Deutschland mittlerweile Kreditanträge im Umfang von rund 10 Mrd. Euro vor.

Nach Mitteilung des Ministeriums lägen ihr Kreditanträge von rund 4,4 Mrd. Euro vor, rund 1,9 Mrd. Euro aus dem Mittelstand und 2,5 Mrd. Euro von größeren Unternehmen sowie 20 Anträge mit einem Volumen von mehr als 6 Mrd. Euro auf Großbürgschaften. Nach Angaben von Ulrich Schröder, Chef der staatlichen KfW-Förderbank bewilligte die Förderbank bisher 235 Anträge mit einem Volumen von 650 Mio. Euro und insgesamt wurden 164 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 124 Mio. Euro von ihr abgelehnt. Angaben Schröders zufolge führt die KfW eine „Shadow-Liste“, die sowohl kleine als auch große Unternehmen erfasse, um künftige Nachfragen der Firmen nach Fondsgeldern abschätzen zu können.

Der Anfang des Jahres im Rahmen des zweiten Konjunkturpakets aufgelegte Deutschlandfonds besteht aus einem Bürgschaftsteil und einem Kreditprogramm der KfW. Für Bürgschaften stehen in diesem Fonds 75 Mrd. Euro und für Kredite über die KfW 25 Mrd. Euro zur Verfügung. Die übrig bleibenden 15 Mrd. Euro wurden bereits mit dem ersten Konjunkturprogramm der Bundesregierung bereitgestellt. Zwar erhalten die Unternehmen durch diesen Fonds staatliche Unterstützung, müssen jedoch dafür die marktüblichen Zinsen und Gebühren zahlen, was nach FTD-Informationen wahrscheinlich viele Unternehmen vor einer Antragstellung zurückhält. Hingegen führt das Wirtschaftsministerium das Zögern auf den geringen Bekanntheitsgrad des Fonds zurück und will deshalb in den kommenden Wochen zusammen mit der KfW Informationsveranstaltungen für Unternehmensverbände und Banken organisieren, um das Interesse der Wirtschaft zu steigern.

Medienberichten zufolge treibt die schlimmste Rezession seit Kriegsende sowie die milliardenschweren Konjunkturprogramme Deutschlands Schulden enorm in die Höhe. Die Bundesbank schätzt, dass Deutschland im Jahr 2010 mit einem Defizitverfahren der EU rechnen muss, da die Verschuldung dann bereits 80% der Wirtschaftsleistung ausmachen werde.

Am Montag äußerte sich dazu in Frankfurt ein Bundesbank-Ökonom, dass Deutschland bereits 2009 merklich über drei% der Stabilitätsquote liegen werde und 2010 auf sechs% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) anschwellen werde. Ähnliche Zahlen erwartet auch die EU-Kommission für Deutschland, hier geht man von 5,9% aus.

Die EU-Kommission gewährt normalerweise ein Haushaltsdefizit von 3% und eine Schuldenquote von 60% der Wirtschaftsleistung, die Deutschland Berechnungen der Bundesbank zufolge auch nicht erreichen wird. Ihren Berechnungen zufolge wird die Schuldenquote bis zum Jahr 2011 auf 80% steigen. Um diese Schuldenschraube aufzuhalten, müsse die Regierung allerdings strikt sparen und keine weiteren Konjunkturprogramme auflegen. „Es sollten massive Konsolidierungsmaßnahmen eingeleitet werden, sobald das Schlimmste hinter uns liegt, sagte der Bundesbank-Ökonom in Frankfurt.

Da sich auch Europa derzeit in einer „kritischen Situation“ befinde, warnte die Bundesbank die Politiker davor, den Stabilitäts- und Wachstumspakt der EU, der für stabile Finanzen bei den Mitgliedsländern sorgen soll, auszuhöhlen. Derzeit gewährt die EU-Kommission den Mitgliedsländern aufgrund der schweren Krise zum Abbau ihrer Schulden mehr Zeit.

Dagegen legte am Montag die Unionsfraktion in Berlin noch düstere Haushaltsprognosen vor, demzufolge der Bund bis 2013 neue Kredite von nahezu einer halben Billion Euro aufnehmen muss. Damit dürfte sich die Neuverschuldung in diesem und den nächsten vier Jahren auf 483 Milliarden Euro summieren, äußerte der haushaltspolitische Sprecher der Fraktion, Steffen Kampeter. Er rechnet allein für dieses Jahr mit einem Neu-Kreditbedarf von fast 154 Milliarden Euro, in denen neben den normalen Ausgaben des Bundeshaushalts auch die beiden Konjunkturpakete sowie die Belastungen durch den Bankenrettungsfonds Soffin enthalten sind. Somit würde sich die Kreditaufnahme des Bundes gegenüber der bisherigen Finanzplanung bis zum Jahr 2013 verzehnfachen.

Einer Umfrage der Finanzmarktforscher der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge wurde nur einer kleinen Minderheit der Unternehmen von Seiten der Banken Kredite gekürzt, verweigert oder gar gekündigt. Somit mache sich laut GfK die befürchtete Kreditklemme auf dem deutschen Markt bisher kaum bemerkbar.

Die überwiegende Mehrheit der rund 510 ausgewählten, repräsentativen Unternehmen - zu denen neben kleinen und mittelständischen auch große Firmen gehörten - gab an, in den vergangenen drei Monaten keine Einschränkungen bei Finanzierungen gehabt zu haben. Lediglich sechs Prozent der Unternehmen beklagten, dass die Kreditvergabe im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise eingeschränkt oder laufende Finanzierungen sogar gekündigt wurden. Nach Mitteilung der Konsumforscher habe die Finanzkrise bei vielen Firmen dennoch dazu geführt konkrete Maßnahmen zu ergreifen. So hätte etwa jedes fünfte Unternehmen ihre Investitionsentscheidungen verschoben, da sich insgesamt zeigte, dass knapp die Hälfte (46%) der Unternehmen in Deutschland von einem Umsatzrückgang betroffen waren und etwa ein Drittel mit weiteren Rückgängen sowie einer schwierigen Umsatzentwicklung rechnet. Aufgrund dessen sei die Nachfrage der Firmen nach Krediten momentan auch geringer.

Laut der GfK-Umfrage gaben 15 % der befragten Unternehmen an, Einsparungen beim Personal vorgenommen zu haben – doppelt so viele waren es bei den Großunternehmen. Die Firmen stoppten Neueinstellungen, nutzen Kurzarbeit, strichen Urlaubs- oder Weihnachtsgeld oder bauten die Belegschaft ab. Nach Angaben der Unternehmen sind die Perspektiven hinsichtlich der Beschäftigung insgesamt positiv. Mit einem Rückgang beim Personal rechnen zwar 9 % der Befragten, aber demgegenüber rechnen 11 % mit steigenden Mitarbeiterzahlen innerhalb der nächsten zwölf Monate.

Aufgrund der Wirtschaftskrise plant - Berichten des „Handelsblatts“ zufolge - die Bundesregierung selbst den Einstieg in den milliardenschweren Markt für Kreditversicherungen. Nach Angaben des „Handelsblatts“ geht dies aus einem Schreiben von Wirtschaftsstaatssekretär Walther Otremba vom 8. April hervor, das ihnen vorliegt. Marktbeobachtern zufolge könnten drei Varianten für den Einstieg in das Kreditversicherungsgeschäft für den bund praktikabel sein. Zum einen könnte der Bund als Rückversicherer auftreten, Finanzmittel aus dem Wirtschaftsfonds Deutschland zur Verfügung stellen sowie eigene Policen über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) anbieten. Alle drei Varianten wurden vom wirtschaftspolitischen Sprecher der FDP, Rainer Brüderle, kritisiert. Seiner Meinung nach wäre es wichtiger, für mehr Wettbewerb zu sorgen, als staatswirtschaftliche Lösungen anzubieten.

Dem Blatt zufolge will sich der Staat in diesem Bereich nun selbst engagieren, da dass Geschäft der großen Kreditversicherer in Deutschland in den letzten vier Monaten um rund 23 Milliarden Euro eingebrochen ist, was rund neun Prozent des Gesamtvolumens ausmacht. Ging es der Regierung bisher um Unterstützung der angeschlagenen Kreditinstitute, will sie nun verstärkt Einfluss auf den stockenden Geldfluss zwischen Finanz- und „Realwirtschaft“ nehmen, um Unternehmen die existenzielle Absicherung von geschäftlichen Forderungen zu gewähren. Das Bundeswirtschaftsministerium antwortet auf die parlamentarische Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion und schriebt, dass nicht nur das Geschäftsvolumen um 23 Milliarden Euro zurückgegangen sei, sondern die Wirtschaftskrise sich immer mehr beim Mittelstand bemerkbar macht und deshalb viele Unternehmen solche Versicherungen abschließen wollen, um die eigene Insolvenz zu vermeiden.

Rund 40.000 Unternehmen in Deutschland aus den Branchen Stahl, Bau, Lebensmittel, Maschinen- und Anlagenbau sowie Dienstleister haben derzeit Policen im Wert von knapp 280 Milliarden Euro gegen Forderungsausfälle bei privaten Versicherern abgeschlossen. Derzeit wird der milliardenschwere, lukrative Markt von drei Versicherungsgesellschaften zu 90 Prozent abgedeckt. Zum einen handelt es sich um die Atradius Credit Insurance, die Euler Hermes Kreditversicherung, die sich auf Export-Geschäfte spezialisiert hat sowie die Coface Kreditversicherung. Trotz der wachsenden Nachfrage sinkt allerdings das Angebot, vor allem für Firmen mit schwacher Bonität. Dem „Handelsblatt“ zufolge schreibt das Ministerium dazu: „Gleichzeitig ziehen sich die Versicherer, nach eigener Auskunft, in Teilen aus dem Markt zurück, soweit ihnen die Bonität der Abnehmer als nicht mehr ausreichend erscheint“. Um solche Kreditprobleme lösen zu können, führt die Bundesregierung deshalb derzeit Gespräche mit den Versicherungsgesellschaften. Dem Blatt zufolge teilte das Wirtschaftsministerium mit, dass ein Prüfauftrag, den das Kabinett erteilte, zur Entscheidung anstehe und es nach Fortführung der Gespräche in den nächsten Wochen zu einem endgültigen Beschluss über das „staatliche Unterstützungsangebot“ im Kreditversicherungsgeschäft kommen werde.

Eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit bestätigte am Samstag in Nürnberg einen Bericht des „Spiegel“, wonach es im Herbst bei der Arbeitslosenversicherung wahrscheinlich zu einem Liquiditätsproblem kommen könne. Deshalb wird die Bundesagentur für Arbeit (BA) voraussichtlich einen Überbrückungskredit vom Bund in Anspruch nehmen müssen.

Neben den Auswirkungen der Wirtschaftskrise sind unter anderem der veränderte Zahlungstermin für Einnahmen aus der Mehrwertsteuer, dessen Zuschuss die BA zusätzlich bisher monatlich zu den Beiträgen aus der Arbeitslosenversicherung erhielt, für den Liquiditätsengpass verantwortlich, denn der Bund zahlt den Zuschuss in Höhe von rund 7,8 Milliarden Euro in diesem Jahr erst vollständig im Dezember aus. Somit muss die finanzielle Lücke durch ein Darlehen vom Bund geschlosen werden.

Gegenüber der „Sächsischen Zeitung“ (Samstagsausgabe) bekräftigte Bundesarbeitsminister Olfa Scholz (SPD), dass die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, die von 6,5 auf 2,8 Prozent gesenkt wurden, auf jeden Fall bis einschließlich 2010 stabil bleiben werden. Sollten die Rücklagen der BA vielleicht nächstes Jahr nicht mehr ausreichen, wird der Bundeshaushalt aushelfen. Konkret heißt es von Scholz: „Wir werden nicht in der Krise den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung anheben und keine einzige Leistung reduzieren.“ Allerdings lehnte er Vorschläge, das Arbeitlosengeld I länger zu zahlen oder das Schonvermögen für Hartz-IV-Empfänger zu erhöhen ab. Seiner Meinung nach sollen die Mittel dafür verwendet werden, Arbeitsplätze zu sichern und für gekündigte Arbeitnehmer einen neuen Arbeitsplatz zu finden.

Nach Mitteilung der chinesischen Zentralbank erhöhten Chinas Banken aufgrund der lahmenden Konjunktur den Umfang ihrer Kredite auf ein Rekordniveau. Nach dem der Kreditumfang im Januar bei 1,62 Billionen Yuan und im Februar noch bei 1,07 Billionen Yuan lag, kletterte die Summe der Darlehen im März auf einen Monatsrekord von 1,89 Billionen Yuan (rund 210 Mrd. Euro).

Mit der Kreditvergabe von 4,58 Billionen Yuan, die die chinesischen Banken insgesamt im ersten Quartal 2009 verliehen, erfüllten sie schon fast die Vorgabe der chinesischen Regierung, die für das ganze Jahr fünf Billionen Yuan vorgab. Unternehmen sollten während der weltweiten Wirtschaftskrise dadurch besonders unterstützt werden.

Nach Angaben eines Behördenvertreters gegenüber dem Börseninformationsdienst Shanghai Securities News soll sich die Wachsamkeit der chinesischen Bankenregulierungsbehörde mit dem Anstieg des Kreditumfangs erhöht haben. Die Bankenregulierungsbehörde will verhindern, das der Finanzmarkt erneut durch zu viele faule Kredite belastet wird.

Türkischen Medienberichten zufolge soll der Internationale Währungsfonds (IWF) der Türkei unter Berufung auf den für Wirtschaft zuständigen Staatsminister Mehmet Simsek einen Kredit über 45 Milliarden Dollar (umgerechnet 34,26 Milliarden Euro) bewilligt haben. Die endgültige Bewilligung des mehr als doppelt so hohen Kredites wie ursprünglich vorgesehen, soll laut Simsek Anfang Mai erfolgen und die Laufzeit drei Jahre betragen. Allerdings beinhaltet die Summe nicht die derzeitigen Schulden der Türkei beim IWF in Höhe von acht Mrd. Dollar, von denen vor kurzem bekannt wurde, dass ein Teil davon gestreckt wird.

Noch vor kurzem hatte der türkische Ministerpräsident Erdogan dem IWF vorgeworfen, zur Erlangung eines Kredites unannehmbare Bedingungen zu stellen. Nachdem sich der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan jedoch am Rande des Londoner G20-Gipfels mit dem Vorsitzenden des IWF, Strauss-Kahn getroffen hatte, scheint das Eis zwischen ihnen gebrochen zu sein. Der IWF hatte zuvor als Bedingung von der Türkei die Vorlage einer realistischen Haushaltsplanung gefordert. Da die türkische Regierung bisher bemüht war, das Ausmaß der Wirtschaftskrise in der Türkei herunterzuspielen, fällt es der Regierung nun nach den Kommunalwahlen leichter, diese Bedingung zu erfüllen.

Derzeit befindet sich die Türkei tatsächlich in einer sehr schweren Krise, der Bankensektor ausgeschlossen. Im letzten Quartal 2008 lag das BIP um 6,2% unter dem Vorjahr und ein noch stärkerer Rückgang wird für das erste Quartal 2009 erwartet. Seit Mitte März versucht die türkische Regierung unter Erdogan dem durch drastische Steuersenkungen für Kraftfahrzeuge und einige andere Güter entgegenzusteuern. Aufgrund der Rückendeckung durch den IWF ist zu erwarten, dass die Regierung weitere Konsumanreize schaffen wird.

In den USA steigt das Volumen notleidender Kredite und Experten befürchten, dass die schlimmsten Auswirkungen der Wirtschaftskrise noch bevorstehen, schreibt das “Handelsblatt”. Derzeit verschärft sich die Krise am Markt für Gewerbeimmobilien in den USA. Wie das Analysehaus “Real Capital Analytics” meldet, ist das Volumen fauler Kredite für Gewerbeimmobilien im ersten Quartal des Jahres auf 65,9 Milliarden Dollar (umgerechnet 49,7 Milliarden Euro) angestiegen - das sind 43% mehr als Ende 2008. Betroffen sind insgesamt Kredite für 3678 Gewerbeimmobilien.

“Real Capital”-Direktor Peter Culliney rechnet damit, dass wahrscheinlich noch mindestens ein Jahr lang die Zahl der Zwangsvollstreckungen weiter steigen wird. Würde nicht die Frage der Finanzierung im Raum stehen, könnte dies Käufer anlocken, doch in der aktuellen Situation müssten es schon Käufer sein, die einen solche Kauf aus Barmitteln finanzieren.

Das “Handelsblatt” nennt ein bekanntes Beispiel für die massiven Abschläge, die bei Gewerbeimmobilien zur Zeit hingenommen werden müssen: Der einst von Immobilieninvestor “Broadway Partners” für 1,3 Milliarden Dollar gekaufte “John Hancock Tower”, das höchste Bürogebäude in Boston, erzielte auf einer Auktion Ende März gerade einmal 661 Millionen Dollar.

Von WDR, SWR, NDR, BR und MDR erhält der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) einen zinsfreien Kredit in Höhe von 20 Millionen Euro. Noch in diesem Jahr wird die erste Rate von 10 Millionen Euro bereit gestellt, die zweite Rate folgt 2010. Das wurde von dem Kreis der ARD-Intendanten in dieser Woche in München beschlossen.

rbb-Intendantin Dagmar Reim ist über die Vereinbarung erleichtert. Sie erklärte, dass die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) anerkannt habe, dass der rbb überdurchschnittlich stark von Gebührenausfällen betroffen sei und deshalb “die ARD zu einer Liquiditätshilfe an den rbb ermuntert”. Man sei für das Darlehen sehr dankbar, da es neben den eigenen Sparmaßnahmen für den Erhalt der Leistungskraft des rbb sorgt.

Der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust erklärte, dass es in diesen schwierigen Zeiten keine leichte Entscheidung gewesen sei. Dass sich die Landesrundfunkanstalten dennoch an der Liquiditätshilfe beteiligen, zeuge von “Flexibilität und Verantwortungsbewusstsein innerhalb der Arbeitsgemeinschaft”.

Der rbb ist seit 2005 von Gebührenbefreiungen (insbesondere im Großraum Berlin) besonders stark betroffen, was zu großen Einnahmerückgängen führte. Als Folge wurden Fernsehsendungen wie “Polylux” oder “Radio Multikulti” eingestellt. Weitere Kürzungen des Programms sollen durch das ARD-Darlehen verhindert werden.