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News in der Kategorie ‘Kreditkarten’

Medienberichten zufolge teilte die Ratingagentur Moody´s am Mittwochabend mit, dass eine Rekordzahl von US-Bürgern – vor allem aufgrund der steigenden Arbeitlosigkeit - nicht mehr in der Lage sind, ihre Kredite zurückzuzahlen und somit die Abschreibungen bei den Kreditkarten-Anbietern im Februar so hoch sind wie zuletzt vor 20 Jahren. Wie der US-Bankenverband (ABA) am Donnerstag mitteilte, lag die Zahl der ausfallenden Verbraucherkredite bereits Ende vorigen Jahres auf einem Rekordhoch. Die Quote erfasst nur Ausfälle, bei denen absolut nichts zu holen ist.

Wie Moody´s weiter berichtete, steigen die Ausfälle bei Kreditkarten sei Februar nun den sechsten Monat in Folge auf nunmehr 8,82 Prozent und bis zum Jahresende 2009 könnte sich die Zahl im zweistelligen Bereich bewegen, da sich die wirtschaftliche Lage weiter verschlechtern wird sowie die Arbeitslosenquote die Marke von zehn Prozent erreichen wird. Demzufolge werde nach Ansicht von Moody´s wohl auch der Anteil säumiger Kredite bis zur ersten Jahreshälfte 2010 auf rund 10,5 Prozent ansteigen.

Mitte März meldtete der US-Kreditkartenanbieter American Express, dass man im Februar bereits eine Ausfallrate seiner ausgegebenen Kredite in Höhe von 8,7 Prozent habe hinnehmen müssen, ebenso die Citigroup, die mit MasterCard eine Ausfallrate von 6,95 auf 9,33 Prozent hinnehmen musste. Beide Anbieter reagierten auf die negative Entwicklung bereits mit einer Kürzung der Kreditlinie, steigenden Zinsen und höheren Gebühren.

Der US-Bankenverband ABA, der die meisten großen Banken und Kreditkartenanbieter repräsentiert, teilte am Donnerstag mit, dass die Zahl der Verbraucher, die ihre Kredite nicht mehr pünktlich zurückzahlen können, so hoch sei wie seit Beginn der Statistik 1974. Nach Ansicht des Verbandes wird auch vor 2010 keine Besserung eintreten.

Anders als in den USA und Großbritannien, wo die Revolving-Kreditkarte für viele Konsumenten aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist, konnte sie in Deutschland bisher keinen Fuß fassen. Doch die Umsetzung einer neuen EU-Richtlinie könnte das in Deutschland sehr schnell ändern.

Viele Banken bewerben mittlerweile die umstrittene Revolving-Kreditkarte mit Schlagworten wie Unabhängigkeit und Flexibilität. Durch die Revolving-Kreditkarten, bei denen immer nur ein bestimmter Betrag pro Monat zurückgezahlt wird, werden viele Kunden zum vermehrten Geldausgeben animiert. Jedoch verbleibt der noch offenstehende Betrag als Schuldenbetrag auf dem Kreditkartenkonto, wofür oft horrende Zinsen anfallen können. Einige Anbieter fordern bis zu 20 Prozent und mehr. Ein konkretes Beispiel: Sind auf der Revolving“-Kreditkarte noch 500 Euro offen und zahlt fortan monatlich 25 Euro zurück, wird ein Effektivzins von knapp 15 Prozent fällig, und das insgesamt 23 Monate lang. Dabei fallen rund 70 Euro Zinsen an.

Anders sieht es bisher noch bei den deutschen Kreditkartenbenutzern aus. Sie besitzen oftmals eine sogenannte Debit- oder Charge-Karte zum bargeldlosen Einkauf. Anders als bei der Revolving-Kreditkarte werden hier die Beträge innerhalb eines Monats vom Girokonto abgebrucht. Es wird also kein Darlehen gewährt, und so fallen auch keine Zinsen an. Allerdings kann ein Kunde, der sein Konto genau im Auge behält, von dieser „Aufladekarte“ - nichts anderes bedeutet „revolvering“ - profitieren. Er kann den Zahlungsaufschub von ein paar Tagen für sich nutzen und rechtzeitig sein Minus durch eine kostenlose Sondertilgung wieder auffüllen, ohne dass Zinsen dafür fällig werden. Jedoch nicht nur Kritiker und Verbraucherzentralen sehen dem Angebot mit gemischten Gefühlen entgegen. Man befürchtet, dass ähnliches wie in den USA passieren könne.

Allerdings können nach einem aktuellen Gesetzentwurf der Bundesregierung im Zuge der Reform des Zahlungsdienstrechts nicht nur Banken die Revolving-Karten anbieten, sondern auch Dienstleister, die keine Banklizenz besitzen oder der Bankenaufsicht angehören. Das Gesetz befindet sich derzeit noch in der parlamentarischen Beratung. Das geplante Gesetz will eine Rückzahlungsfrist von zwölf Monaten zulassen, der VZBV fordert jedoch die Änderung dahingehend, dass Kartenkredite in jedem Fall innerhalb von vier Monaten zurückgezahlt sein müssen.

Im Februar waren die Zahlungsausfälle der US-Kreditkartenabietern auf dem hächsten Stand seit 20 Jahren. Gemessen am Umsatz ist American Express (Amex) der größte Kreditkartenanbieter der USA. Er weist für Februar eine Ausfallrate von 8,7% auf seine ausgegebenen Kredite aus - deutlich mehr als Analysten erwartet haben. Die Quote erfasst die Ausfälle, von denen Amex glaubt, dass sie auf jeden Fall verloren sind. Ein Grund für diese Entwicklung sieht Amex in der steigenden Arbeitslosigkeit. Die Citigroup, einer der größten Anbieter der Mastercard, verzeichnete einen Anstieg der Ausfallrate von rund 7% auf 9,3%. Auch JP Morgan und Capital One wiesen Verschlechterungen aus, wenn auch nicht so hoch wie befürchtet.

Experten erwarten für die nächsten Monate einen weiteren Anstieg der Zahlungsausfälle bei Kreditkartenanbietern in den USA. Walter Todd von Greenwood Capital Associates rechnet damit, dass der Trend eher noch weiter abwärts geht, bevor sich die Lage wieder bessert. Aufgrund der anhaltenden Rezession könnte die Arbeitslosenquote von derzeit 8,1% auf 10% steigen und dann noch mehr Verbraucher in große finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Es wird befürchtet, dass der Finanzbranche dadurch noch weitere Abschreibungen in Milliardenhöhe drohen. Würde die Ausfallrate auf bis zu 10% steigen, was Analysten für denkbar halten, entspräche dies Abschreibungen von 75 Milliarden Dollar.

Anders als in den USA nehmen deutsche Kreditkarteninhaber gar kein Darlehen im eigentlichen Sinne auf, da die Bank den kompletten Betrag innerhalb von vier Wochen - meistens kostenlos - beim Kartenbesitzer wieder abbucht. Dagegen mussten amerikanische Revolving Credit-Card-Inhaber auf ihrem sogenannten Revolving-Konto beim Überziehen mit sehr hohen Zinsen rechnen, da dieses Konto immer im Minus geführt wird.

Die Kartenschulden der Amerikaner stiegen so schnell auf inzwischen rund 1 Billion Dollar an, da von dem Konto nicht der komplette Betrag, sondern immer nur kleine Teilbeträge abgebucht wurden und die Banken sehr großzügig bei der Gewährung von Kreditlimits waren. Da ein Großteil der Kartenschulden nicht zurückgezahlt werden kann, bleiben die Banken nun auf den Krediten sitzen. Als Folge senkten sie deshalb massiv die Kreditlimits und hoben die Bonitätsanforderungen drastisch an.

Aufgrund des deutschen Dispokredits, den es in den USA nicht gibt, konnte sich die Revolving Credit Card bei uns nicht durchsetzen.

Wie der IT-Sicherheitsspezialist Symantec kürzlich berichtete, wurden im letzten Jahr im Internet gestohlene Waren und zugehörige Dienstleistungen im Gesamtwert von geschätzten 276 Millionen US-Dollar (umgerechnet 217 Millionen Euro) angeboten. Mit 31% gehören gestohlene Kreditkarten-Informationen zu den begehrtesten und meistgehandelten Waren, die im Internet. Mit einem durchschnittlichen Kreditrahmen von 4000 Dollar (3150 Euro) betrug der Schaden damit umgerechnet rund 4,2 Milliarden Euro. Kreditkarten-Daten kosten zwischen 10 Cent und 25 Dollar, sogar Mengenrabatte sind möglich. Ebenfalls sehr beliebt bei Internet-Kriminellen sind andere Finanzdaten wie z.B. Kontonummern, deren Handel etwa 20% ausmacht. Der potenzielle Wert dieser gehandelten Daten beläuft sich auf etwa 1,3 Milliarden Euro.

Symantec bezeichnet den Datenhandel im Internet als effizienter globaler Marktplatz, an dem sich sowohl straff organisierte Banden als auch lockere Gruppen beteiligen. Über “normale” Stellenanzeigen werden Fachkräfte und Experten gesucht, deren Wissen bei den Online-Raubzügen genutzt wird. Die meisten Server, die für die illegalen Transaktionen genutzt werden, stehen in den USA (45%), gefolgt von Europa, Mittlerer Osten und Afrika (38%), weit dahinter der asiatisch-pazifische Raum mit 12% und Lateinamerika mit 5%.

Diese Daten stammen aus einer einjährigen Beobachtung, die Symantec zwischen Juli 2007 und Juni 2008 durchgeführt hat. Dabei wurden 69.130 Händler unter die Lupe genommen und 44 Millionen E-Mails aus Untergrund-Foren analysiert.

Analyst und Symantec-Sicherheitsexperte Candid Wüest fordert eine anhaltende Weiterentwicklung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität um den Instrumenten und Methoden, die von den Kriminellen genutzt werden, etwas entgegen zu setzen.

Nach einem Urteil des Landgerichts Essen ist die Passage in den Mitgliedschaftsbedingungen der American Express Business Card unwirksam, in der der Nutzer der Kreditkarte ebenso wie der Arbeitgeber für die getätigten Geschäftsausgaben haftet.

Das Angebot von American Express richtet sich an mittelständische Unternehmen sowie Freiberufler und Selbstständige, die mit der Business Card ihren Einkauf von Hard- und Software, Büromaterial o.ä. aber auch die Buchung von Geschäftsreisen oder eines Mietwagens vereinfachen sollen. Das Kreditkartenunternehmen preist die hierdurch gewonnene Flexibilität und mögliche Einsparpotentiale an. Doch bislang stand im Kleingedruckten der Vertragsbedingungen, dass jeder Mitarbeiter für die Unternehmensausgaben, die mit der ihm zugestandenen Karte getätigt werden, gesamtschuldnerisch haftet. Diese Klausel hat das Landgericht Essen als unwirksam gewertet und seine Entscheidung damit begründet, dass nicht ersichtlich sei, dass der Besitz der Karte sowohl geschäftliche als auch private Verpflichtungen beinhaltet.

Rechtsanwalt Raoul Sandner aus Hamburg erklärt, dass diese Entscheidung besonders bei der Insolvenz des Arbeitgebers von großer praktischer Relevanz sei. Denn so sei es nicht mehr möglich, dass ein einzelner Mitarbeiter für Verbindlichkeiten des Unternehmens unbeschränkt haftet.

American Express legte gegen das Urteil Berufung ein, doch das Oberlandesgericht Hamm wies darauf hin, dass die Erfolgsaussichten hierbei sehr gering seien, woraufhin das Kreditkartenunternehmen die Berufung zurücknahm. Das Urteil des Landgerichts Essen wurde damit rechtskräftig.

Ab Ende Oktober können die amerikanischen Kunden des Online-Auktionshauses eBay die meisten Produke nur noch mit Kreditkarte, über das eBay-eigene Online-Bezahlsystem PayPal oder den kostenpflichtigen Bezahldienst ProPay bezahlen. Eine Bezahlung per Scheck oder mittels Überweisung ist dann nicht mehr möglich. Es gibt jedoch Ausnahmen: Nur Großgeräte wie Autos, Trucks, Traktoren oder professionelle Ausrüstungen oder Immobilien können auch weiterhin per Überweisung oder Scheck bezahlt werden.

Grund für diese Änderung der Kaufabwicklung ist, dass das Risiko der Verkäufer reduziert werden soll und sie ihr Geld schneller erhalten sollen. eBay will durch die Einschränkung der Zahlweisen mehr Neukunden gewinnen und mehr Verkäufe generieren.

Wer gegen die neuen Regelungen verstößt, risikisert Sanktionen, die bis zur Löschung des eBay-Accounts reichen können. Kritiker werfen dem Online-Auktionshaus vor, mit dieser Änderung das eigene Bezahlsystem PayPal zu bevorzugen. Da nicht jeder Kunde über eine Kreditkarte verfügt, bleibt PayPal die einzige kostenfreie Zahlmethode. Ob diese Änderung langfristig erfolgreich ist, wird sich zeigen, in Australien wurde ein ähnlich gearteter Nutzungszwang von PayPal durch eBay im Juli diesen Jahres von der zuständigen Wettbewerbsbehörde als Behinderung des Wettbewerbs beurteilt, woraufhin eBay seine Pläne änderte.

Wie aus dem Bundeslagebericht “Organisierte Kriminalität” für das Jahr 2007 hervorgeht, ging die Zahl der Straftaten, die diesem Bereich zuzuordnen sind, insgesamt zurück, allerdings nahm der Betrug mit EC- und Kreditkarten massiv zu. Dem vom BKA-Präsidenten Jörg Ziercke vorgelegten Bericht zufolge wurden alleine im ersten Halbjahr 2008 schon 440 Manipulationen von Geldautomaten registriert, das entspricht schon jetzt fast der Menge aus dem gesamten Jahr 2007. Damit haben Betrügereien mit Zahlungskarten um 49% zugenommen. Durch die 70.000 registrierten Fälle aus dem Bereich Geldkartenkriminalität entstand im letzten Jahr ein Schaden in Höhe von 21 Millionen Euro.

Nach den Angaben des Bundeskriminalamts agieren in diesem Bereich internationale Tätergruppen. Um ihnen Einhalt zu gebieten, sei es erforderlich die entsprechenden technischen Sicherheitsvorkehrungen zu verbessern, appellierte Ziercke an die Hersteller der Bankautomaten und die Banken selbst.

EC- und Kreditkartenbetrug gehört zu dem Bereich der Wirtschaftskriminalität, die zwar nur 1,4% aller Delikte ausmacht, aber mit 4,1 Milliarden Euro Schaden über die Hälfte des Gesamtschadens durch organisierte Kriminalität trägt.

Bei einer normalen Kreditkarte verfügt man über einen festgesetzten Kreditrahmen. Schöpft man diesen voll aus, muss man aber auch am Ende des Monats oder spätestens am Quartalsende die aufgelaufenen Schulden begleichen. In der Regel buchen die ausgebenden Unternehmen den Betrag in einem Rutsch vom Konto des Karteninhabers ab. In der letzten Zeit entdecken die Unternehmen jedoch immer mehr die Vorteile der “Revolving Credit Card” für sich. Wie gesagt, die Vorteile für sich und nicht unbedingt für den Kunden, denn der kann schneller in der Schuldenfalle landen, als es ihm lieb ist. Bei der “Revolving Credit Card” handelt es sich um nichts anderes als um eine auf den ersten Blick normale Kreditkarte, die jedoch einen eingebauten Ratenkredit hat. Anders als bei den normalen Karten muss man die aufgelaufenen Schulden nicht in einem Betrag begleichen, sondern man kann sie abstottern. Dafür laufen Monat für Monat saftige Überziehungszinsen an. Manche Unternehmen lassen sich den Kredit mit bis zu 25 Prozent vergolden.

Das Wort “Revolving” kommt daher, dass der Kunde sobald er einen Teilbetrag seiner Schulden getilgt hat, neuen Kredit für neue Käufe nachgeladen bekommt. Der Spitzenreiter was die Kosten der “Revolving”-Kreditkarten angeht, ist der Anbieter Advanzia. Hebt der Kunde zum Beispiel Bargeld von seiner Kreditkarte ab, werden 25,9 Prozent Zinsen fällig. Bei Kurzkrediten greift Advanzia mit 19,9 Prozent ebenfalls kräftig zu. Insgesamt buhlen 400 Anbieter um die Gunst der Kunden. Die Unternehmen spekulieren besonders auf die Kunden, die ihre Kreditkarten nicht fristgerecht ausgleichen, um die üppigen Zinsen kassieren zu können.

Seit heute gibt es in Deutschland die “Deutschland Rente”-Kreditkarte, die bei den Verbraucherschützern stark kritisiert wurde. Bei der Kreditkarte handelt es sic um eine Altersvorsorge, bei der monatlich ein Mindestbetrag von 19,90 Euro auf ein Konto eingezahlt wird. Zusätzlich kann man bei rund 180 Online-Anbietern einkaufen und bekommt 0,5 Prozent des Umsatzes gutgeschrieben. Das eingezahlte Geld wird in einem Fonds gesammelt und dann später als Altervorsorge wieder ausgezahlt. Vor allem der Bund der Versicherten (BdV) kritisiert die “Deutschland Rente”. Der Grund dafür liegt zum einen in den Kosten in Höhe von 5 Euro, die nach zwei Jahren monatlich für die Kreditkarte anfallen und die Rendite deutlich schmälern und in der Verleitung zum Konsum, schließlich gibt es für jeden Einkauf Bonusprozente. Ein weiterer Kritikpunkt sind die für den Fonds anfallenden Kosten. Diese müssen zwar nicht extra bezahlt werden, weil sie schon in das Angebot einkalkuliert sind, jedoch schmälern sie wieder die Rendite. Die exakten Kosten des Fonds sind unbekannt. Laut dem Anbieter sollen die Kosten erst im Juli offen gelegt werden. Ab dann sind Versicherer grundsätzlich durch ein neues Gesetz zur Auskunft verpflichtet.