News in der Kategorie ‘Banken’
Geschrieben am: 21 Oktober 2008 in
Banken
Bei ihrer vor einem Jahr übernommenen österreichischen Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGGA) hat die von der Finanzkrise arg gebeutelte BayernLB noch einige Aufräumarbeiten zu erledigen. Laut dpa äußerte sich der HGAA-Chef Tilo Berlin in Klagenfurt, dass ein Kreditportfolio im Volumen von 500 Millionen noch „einer intensiven Bearbeitung bedarf“.
Die Belastungen dürften sich in diesem Jahr durch die Bereinigung des Kreditportfolios auf rund 70 bis 100 Millionen Euro belaufen. Im ersten Halbjahr seien davon rund 50 Millionen Euro verarbeitet worden. Die österreichische Tochter der BayernLB verbuchte im ersten Halbjahr einen Verlust von 62 Millionen Euro, unter dem Strich war im gesamten vorangegangenen Jahr ein kleiner Gewinn von 3,1 Millionen Euro gestanden. Der HGGA-Chef wollte für das laufende Jahr keine Prognose abgeben, jedoch wolle man im nächsten Jahr wieder schwarze Zahlen anpeilen.
Im Jahr 2006 stieg Tilo Berlin mit seiner Berlin & Co. AG bei der HGGA ein. Die problematischen Kredite stammten noch aus der Zeit vor seinem und dem Engagement der BayernLB, sagte er. An der HGGA hält die BayernLB Anteile in Höhe von 57 Prozent. Aufgrund der Milliarden-Belastungen aus der Finanzkrise muss die BayernLB möglicherweise als erste Bank in Deutschland Teile des Rettungspaketes der Regierung in Anspruch nehmen.
Das österreichische Institut sieht sich von der Finanzkrise „wenig beeinträchtigt“ und es seien „keine nennenswerten Belastungen“ zu erwarten. Chancen rechnet sich die Bank mit ihren rund 7.400 Mitarbeitern und mehr als 1,2 Millionen Kunden in zwölf Ländern vor allem in den Wachstumsmärkten Osteuropas. Nach einem Jahr Engagement bei der HGAA zog der BayernLB-Chef Michael Kemmer eine positive Bilanz. In einer Mitteilung erklärte er: Berits jetzt steuerten Österreich und die Aktivitäten in Mittel- und Osteuropa rund ein Drittel zu den Konzernerträgen bei.
Geschrieben am: 8 Oktober 2008 in
Banken
Im Kampf gegen die immer ausuferndende Geldmarktkrise hat sich die US-Notenbank und das Finanzministerium zu einem dramatischen Schritt entschlossen. So teilte Federal Reserve am Dienstag mit, dass sie in Zukunft den Emittenten Liquidität durch den Ankauf unbesicherter kurzer Anleihen, so genannten Commercial Papers, zur Verfügung stellen will. Da Commercial Papers durch Krise auf den Finanzmärkten nahezu wertlos geworden sind, ist diese Maßnahme in der fast 100jährigen Geschichte der Fed einmalig. Normalerweise akzeptieren Zentralbanken als Sicherheiten nur erstklassige und vor allem liquide Wertpapiere als Sicherheiten. Die Commercial Papers erwarb Fed über eine außerbilanzielle Zweckgesellschaft.
Diese bis Ende April kommenden Jahres beschränkte Maßnahme wird vom US-Finanzministerium unterstützt und soll weitere substanzielle Verwerfungen an den Märkten, im Bankensystem sowie in der Wirtschaft verhindern, hieß es in der Fed-Mitteilung. Weiter hieß es, dass das Finanzministerium eine neue, speziell für diesen Zweck geschaffene Fazilität mit Einlagen ausstatten werde, um das Ausfallrisiko in Grenzen zu halten. Außerdem soll durch diesen Schritt der Fed der wichtige Markt für Commercial Papers wieder stabilisiert werden. In welchem Volumen Papiere angekauft werden sollen und welche Emittenten dafür in Frage kommen, blieb am Dienstag zunächst noch unklar. Der Markt wird von Fed auf 1,3 Billionen Dollar beziffert.
Die Ankündigung der Notenbank sorgte an den Börsen zunächst für Erleichterung und der Dow Jones tendierte zu Beginn im leichten Plus. Auch der Dax in Frankfurt stieg leicht. Für diesen ungewöhnlichen Schritt zollten einige Analysten der Fed Lob.
Geschrieben am: 6 Oktober 2008 in
Banken
In der letzten Minute kam es doch endlich zu einer Einigung zur Rettung des angeschlagenen Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung verlangen die Bundesregierung sowie auch die an der Rettung beteiligten Banken als Konsequenz dafür den Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden der HRE, Georg Funke sowie weitere verantwortliche Topmanager. Am Montag äußerten sich dazu zwei mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters gegenüber, dass der in die Kritik geratene HRE-Chef Georg Funke nach endgültiger Aushandlung der Details zum Rettungspaket das Unternehmen verlassen werde. Ebenso werde auch der Aufsichtsratschef Kut Viermetz von seinem Amt zurücktreten. Bereits am späten Sonntagabend sagte Finanzminister Peer Steinbrück (SPD), der die HRE-Verantwortlichen scharf kritisierte: „Ich habe keinen Grund, das Management zu schonen.“
Zu Beginn der Krisensitzung gab das Management der Hypo Real Estate eine weitere Lücke in Milliardenhöhe bekannt und löste das „blanke Entsetzen“ aus. Gegenüber dem ZDF äußerte sich Minister Steinbrück: „Die Bundesregierung fühlt sich definitiv falsch informiert von diesem management, und damit drücke ich mich sehr höflich aus.“ Es wurden immer mehr Rücktrittsforderungen aus den Reihen der Politik an Funkes Adresse laut. Gegenüber dem Deutschlandfunk äußerte sich der Bundesfinanzminister: „Ich halte es für undenkbar, dass mit dem jetzigen Management weiter zusammengearbeitet wird.“ Read the rest of this entry »
Geschrieben am: 1 September 2008 in
Banken
Wie eine Sprecherin der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB bestätigte, hat die IKB Kredite an verschiedene Banken verkauft, unter anderem auch an die Postbank. Die Sprecherin betonte, dass der Verkauf der Kredite nur mit Zustimmung der betroffenen Kunden erfolgt sei.
Dabei handelte es sich den Angaben nach um “einzelne Kreditengagements gehandelt und nicht um Kredit-Portfolios”.
Wie hoch das Volumen der verkauften Kredite sei, wollte sie nicht angeben. Experten schätzen es auf 300 Millionen Euro. Früheren Medienberichten zufolge führte die IKB bereits im letzten Jahr mit der Postbank Gespräche über den Verkauf von Krediten, damals soll das Kreditvolumen etwa 500 Millionen Euro betragen haben.
Geschrieben am: 18 August 2008 in
Banken
Schon einige Male wurde über ein Ende der Finanzkrise spekuliert. Glaubt man den Worten von Morgan-Stanley-Vizechef Walid Chammah dann ist die Finanzkrise nicht kurz vor dem Ende sondern mittendrin.
In einem Interview gegenüber dem „Handelsblatt“ sagte Chammah das er nicht mit einem schnellen Ende der Finanzkrise rechnet. Er geht davon aus, dass diese frühestens zwischen 2009 und 2010 enden wird.
Auch weiter Bankenzusammenbrüche als Folge der Krise schloss er nicht aus. Insbesondere kleine US-Regionalbanken die sich auf das Hypothekengeschäft spezialisiert haben sind seiner Einschätzung nach gefährdet. Auch größere Banken waren in der Krise allerdings ins Wanken gekommen. So konnte beispielsweise die Fast-Pleite der beiden halbstaatlichen US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac vor wenigen Wochen nur durch den Eingriff der US-Regierung und der US-Notenbank abgewendet werden.
Geschrieben am: 14 August 2008 in
Banken,
Kredite
Die deutschen Banken sind großzügiger bei der Vergabe von Immobilien- und Konsumentenkrediten geworden, zumindest im Vergleich zu den Kreditinstituten im übrigen Europa. Allerdings sind die Anforderungen bei Unternehmenskrediten nach wie vor unverändert, das geht aus dem Ergebnis der vierteljährlichen Bankenumfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) hervor.
Der Umfrage nach haben die Banken im Euro-Raum um 43 Prozent ihre Vergabekriterien verschärft. Das wird auch am Kreditvolumen deutlich. In Deutschland legte die Kreditvergabe bis Juni zu und europaweit hat die Summe der Tilgungen erstmals die der Neuausleihungen überschritten, dies gilt vor allem bei Immobilienkrediten.
Den Experten nach ist Immobilienboom der letzten Jahre in England, Spanien und Frankreich der Grund dafür, der Boom führte zu einer sehr großzügigen Kreditvergabe. In Deutschland blieb dieser Boom aus, da die deutschen Kreditinstitute eher zurückhaltend bei der Kreditvergabe waren.
Geschrieben am: 13 August 2008 in
Banken,
Kredite
Die einst von vielen Banken angebotenen und hochgelobten neuen Studienkredite oder Studentenkredite sind scheinbar doch kein so großer Erfolg für die Banken geworden.
Stellt man den Vergleich zu den Vorjahren auf, so kann man eine erste Marktbereinigung feststellen, einige Geldinstitute haben ihre Angebote schon wieder eingestellt, da einfach zu wenig Studenten einen Kredit oder speziell einen Studentenkredit in Anspruch nehmen, dass geht aus einem neuen Studienkredite-Test des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) hervor.
Beispielsweise hat die Berliner Sparkasse ihr spezielles Angebot zu Studentenkrediten bereits wieder eingestellt. „Wegen der geringen Nachfrage war ein eigenes Produkt nicht mehr gerechtfertigt“, sagte eine Sprecherin der Bank. Auch Sparkasse bietet den hauseigenen Studienkredit bereits seit mehreren Monaten nicht mehr an.
Geschrieben am: 13 Mai 2008 in
Banken
Nicht nur die Sparkasse Düsseldorf verklagt den Ehemann von Werbeikone Verona Pooth, Franjo Pooth, sondern auch die Commerzbank fordert nun gerichtlich 1,8 Millionen Euro vom ehemaligen Geschäftsführer der Firma Maxfield. Die Klage begründet die Commerzbank damit, dass Pooth persönlich für die 1,8 Millionen Euro Kredit gebürgt hat. Zuvor hatte die Commerzbank Pooth dazu aufgefordert, die volle Summe für die er gebürgt hat an das Kreditinstitut zurückzuzahlen. Die Klage wurde laut dem Landgericht vor einigen Tagen zugestellt. Franjo Pooth hat nun Zeit, auf die Klage zu reagieren. Wann die Sache verhandelt wird, ist noch nicht klar. Die Sparkasse Düsseldorf hatte den Pleite-Unternehmer einer Woche zuvor auf Zahlung von einer Million Euro verklagt.
Geschrieben am: 18 April 2008 in
Banken
Die spanische Santanderbank ist weiter auf Einkauftour durch Europa. So wird beispielsweise in Finnland, Deutschland und Österreich die GE Money Bank übernommen. Doch die Santander weitet Ihre Übernahmeschritte aus. So macht sie jetzt Jagd auf das europäische Geschäft der RBS mit Konsumentenkrediten und Kreditkarten. Diese sollen von Santander in Österreich, Deutschland, den Niederlanden und Belgien übernommen werden. Die deutsche Holding Gesellschaft der Santander Bank tritt hierfür ein, allerdings ist das Geschäft der RBS mit solchen Krediten innerhalb Großbritanniens davon ausgeschlossen. Doch noch ist nichts fest, denn der Vertrag muss erst noch diverse Genehmigungen seitens der Aufsichtsräte erhalten. Der Name RBS ist bekannt.
Die Royal Bank of Scotland hat sich auf das Geschäft mit Kreditkarten und Ratenkrediten für Privatkunden spezialisiert. Auch die Santanderbank hat dieses Geschäft als Kernkompetenz. Santander verdoppelt mit dem Kauf das eigene Geschäft im Bereich Kreditkarten und katapultiert sich durch die Einkäufe auf Augenhöhe mit den deutschen Großbanken.
Geschrieben am: 17 April 2008 in
Banken
Die Kreditgeschäfte in den USA sind bereits für einige deutsche Banken zum Verhängnis geworden. So kämpft die Bayrische Landesbank, ebenso wie die West-LB mit milliardenschweren Abschreibungen. Da ist groß Reinemachen bei den Banken angesagt.
So auch bei der Deutschen Bank, die jetzt angeblich 5 Milliarden US-Dollar an Krediten zur Übernahmefinanzierung verkauft haben soll. Leider war heute Niemand zu einer Stellungnahme bereit. Verkauft wurden diese Kredite an Beteiligungsgesellschaften in den USA. Doch auch für Europa sind laut mit dem Vorgang vertrauten Personen ähnliche Schritte zu erwarten. Generell sind solche Geschäfte aber aufgrund der Finanzmarktkrise sehr schwierig. Im Gespräch sind derzeit bis zu 90% des Nominalwerts der Kredite, die verkauft worden sein sollen. Ergebnis des eher schwierigen Verkaufs sind die oben bereits angesprochenen Abschreibungen, die auch bei der Deutschen Bank etwa schon fünf Milliarden US$ ausgemacht haben sollen. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.