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Stellenabbau bei der IKB

Geschrieben am: 21 Februar 2012 in Banken

Die Mittelstandsbank IKB steckt tief in den roten Zahlen und das scheint sich in absehbarer Zeit auch nicht zu ändern. Um nun die allgemeinen Verwaltungskosten zu senken sollten drastisch Stellen reduziert werden um sich auf diese Weise wieder erholen zu können. Verhandlungen mit dem Betriebsrat sind schon in vollem Gange, aktuell soll es sich um rund 200 von ganzen 1130 Stellen handeln, die weichen müssen um das Unternehmen wieder nach oben zu befördern.

Schon alleine in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres von 2011/2012 haben sich bei der IKB fast eine halbe Milliarde Euro Verluste angehäuft. Die Verluste sind somit rund dreimal so hoch wie noch ein Jahr zuvor. Die IKB selbst hat die Verluste mit den hohen Abschreibungen aufgrund der Staatsschuldenkrise erklärt. Auch der recht turbulente und undurchsichtige Markt in Europa soll Ursache für die Krise sein. Ohne die schlechten Umstände wären es laut IKB nur rund 13 Millionen Euro Verlust, die Umstände haben das Minus deutlich vergrößert.

Gerade die griechischen Staatsanleihen schmolzen von rund 211 Millionen auf 37 Millionen, daher wurden 70 Prozent des Nomonalwertes abgeschrieben. Laut aktuellen Meldungen verfolgt der Vorstand das Ziel mittelfristig wieder Gewinne einzufahren. Unter anderem durch das Einlagegeschäft das im Bereich Unternehmens-und Privatkunden ausgedehnt werden soll. Die letzte Meldung des Unternehmens stammt vom Rosenmontag, nun heißt es abwarten was die offiziellen Verhandlungen genau ergeben.

Obwohl die Leitzinsen vergangene Woche von der Europäischen Zentralbank im Euro-Raum aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise auf ein Rekordtief von 1% gesenkt wurde, geht der Bankenverband eher davon aus, dass die Kredite - die nun eigentlich billiger werden müssten – für die Verbraucher und Unternehmen eher steigen werden.

In der Montagsausgabe der „Bild“-Zeitung äußerte sich dazu der Präsident des Bankenverbandes, Andreas Schmitz: „Jede Bank muss bei der Kreditvergabe einen angemessenen Preis für das Risiko berechnen.“ Kredite seien früher in dieser Hinsicht eher zu billig gewesen, meinte er und wies damit Kritik zurück, wonach die gesunkenen Leitzinsen von den Banken nur zögerlich an ihre Kunden weitergegeben würden. Da seinen Worten nach nur ein Bruchteil der Geldversorgung über die Notenbanken erfolge, könne es demnach auch keine Auswirkung der sinkenden Leitzinsen von eins zu eins auf die Kreditzinsen geben.

Wie der Bankenverband selbst einschätzt, besteht in Deutschland nach wie vor keine Kreditklemme. „Und um den wirtschaftlichen Einbruch nicht zu verschlimmern, sollten wir auch alles dafür tun, dass das so bleibt“, wurde Schmitz zitiert. Seiner Meinung nach sei die Schaffung einer Bad Bank, in der die Problempapiere der Institute ausgelagert werden können, der richtige Weg. Die Problempapiere würden die Banken nicht nur belasten, sondern auch ihre Fähigkeit zur Kreditvergabe einschränken, was aktuell eine große Gefahr bedeuten würde. Seinem Willen nach sollten Banken und Staat sich Chancen und Risiken teilen.

Unter Berufung auf mehrere Finanzexperten des Bundestages berichteten Medien, dass der angeschlagene Staats- und Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) Kredit- und Derivatgeschäfte in Höhe von einer Billion Euro abgeschlossen habe. Für die gesamte deutsche Volkswirtschaft würde eine Insolvenz des Münchener Finanzkonzerns „unabsehbare Folgen“ haben.

Die Bundesregierung hatte die HRE bereits in den vergangenen Wochen als „systemrelevantes Institut“ bezeichnet. Nachdem nur die Bilanzsumme in Höhe von 400 Milliarden Euro bekannt war, sprachen am Mittwoch mehrere Bundestagsabgeordnete gegenüber der „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ davon, dass der Bund nun „in aller Eile“ zur Abwendung noch größeren Schadens die Kontrollmehrheit übernehmen müsse. Aufgrund der staatlichen Kreditwürdigkeit könne die Bank somit unter besseren Bedingungen arbeiten, als in privaten Händen.

Durch die Novelle des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes hatte das Bundeskabinett erst am Mittwoch den Weg zum Einstieg bei der schwer angeschlagenen HRE frei gemacht. In diesem Zusammenhang erklärte der Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD), dass das Institut einen „exorbitant hohen Kapitalbedarf“ habe.

Wie der Ostdeutsche Sparkassenverband (OSV) am Montag in Berlin mitteilte, wurden im letzten Jahr trotz Finanzkrise deutlich mehr Kredite im Gesamtvolumen von rund 5,4 Milliarden Euro vergeben. Im Vergleich zu 2007 entspricht das einem Plus von rund 20% (457 Millionen Euro). Laut dem Geschäftsführenden OSV-Präsident Claus Friedrich Holtmann kann von einer Kreditklemme bei den 51 Sparkasse des OSV in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt keine Rede sein.

Den Angaben zufolge ist das Volumen der Kundeneinlagen um 2% auf 77,9 Milliarden Euro gestiegen. Und auch das Betriebsergebnis vor Bewertung liege mit 1,1 Milliarden Euro fast auf dem Niveau des Vorjahres. In der Krise hätte sich also die konservative Geschäftspolitik ausgezahlt. Während früher der Vorwurf laut wurde, dass Erträge verschenkt werden, weil die Sparkassen weder mit Lehman-Zertifikaten noch mit islandischen Papieren handelte, sei von solcher Kritik jetzt keine Rede mehr. Für das aktuelle Jahr zeigt sich Holtmann optimistisch. Holtmann warnte jedoch vor Wettbewerbsverzerrungen, die durch die staatliche Unterstützung der Konkurrenz entstehen könnten.

Wie WELT ONLINE berichtet, plant der Versicherungsriese Allianz nach dem Ausstieg bei der Dresdner Bank nun den Start einer eigenen Privatkundenbank unter der Marke Allianz. Als Keimzelle soll die nach dem Verkauf der Dresdner Bank beim Allianz-Konzern verbliebene Oldenburgische Landesbank (OLB) mehr als 10.000 Allianz-Agenturen mit Bankprodukten versorgen. Dem Bericht zufolge soll der Start schon im April erfolgen.

In einem Interview gegenüber WELT ONLINE sagte Gerhard Rupprecht, Vorstandschef der Allianz Deutschland AG: „Im April dürften wir startklar sein.“ Neben der OLB als Keimzelle des Bankgeschäfts wird es in Zukunft auch ein Allianz Girokonto oder einen Kredit geben. Rupprecht dazu: „Wir werden aber eine Marke Allianz auch im Bankgeschäft einführen. Es wird künftig zum Beispiel ein Allianz Girokonto oder einen Allianz-Kredit bei unseren Vertretern geben.“

Vor zweieinhalb Jahren kündigte der Allianz-Konzern einen Umbau im Versicherungsgeschäft an, wodurch zunächst nach Angaben von Allianz 5.700 Stellen abgebaut werden sollten. Aufgrund der Entwicklung der vergangenen Jahre komme man jedoch nun mit weniger Stellenstreichungen aus. Rupprecht gegenüber WELT ONLINE: „Wir werden nun nur 5450 Arbeitsplätze abbauen müssen.“ Viele Mitarbeiter hätten das Unternehmen bereits verlassen oder entsprechende andere Vereinbarungen unterschrieben. Jedoch zeigte sich Rupprecht enttäuscht von der mangelnden Bereitschaft der Mitarbeiter zu einem Wechsel in den Außendienst des Konzerns. „Nur knapp 200 Mitarbeiter haben diesen Schritt gemacht. Da hatten wir uns mehr versprochen“, sagte Rupprecht WELT ONLINE.

Einem Zeitungsbericht zufolge, den „Die Presse“ in ihrer Wochenendausgabe veröffentlichte, steht der Bank Austria nun eine Musterklage aufgrund einer Umwandlung von einem Franken-Kredit in einen Euro-Kredit bevor.

Dem Zeitungsbericht nach will der österreichische Prozessfinanzierer Advofin am 12. Januar 2009 gegen die Austria Bank eine Musterklage anstreben. Dabei geht es konkret um einen Kreditnehmer, dessen „Frankenkredit im November vertragswidrig in einen Euro-Kredit umgewandelt wurde“, äußerte sich der Advofin-Chef Franz Kallinger gegenüber der Zeitung. Die Umwandlung des Kredites erfolgte nach Meinung von Advofin deshalb rechtswidrig, da dem Kunden von Seiten der BA keine Zeit für die Einbringung neuer Sicherheiten gegeben wurde. „Die Bank hat vertragswidrig gehandelt. Das ist ein klarer Akt der Zwangskonvertierung, da der Bankkunde nicht eingewilligt hat“, so Kallinger gegenüber dem Blatt. Außerdem habe der Kunde durch die Umstellung „bei einem Kreditvolumen von 3,5 Millionen Euro einen Kursverlust von 400.000 Euro erlitten und der weitere Schaden durch die höheren Kreditzinsen ist da noch gar nicht eingerechnet“, sagte Kallinger weiter.

Gegenüber der Zeitung wollte die Bank Austia zu diesem Vorwurf keine Stellung beziehen. Ein Sprecher der Bank sagte dem Blatt: „Was wir auf jeden Fall sagen können ist, dass wir keinen Kredit zwangskonvertieren, wenn der Kunde seinen Kreditverpflichtungen nachkommt.“ Der Prozessfinanzierer Advofin sieht das jedoch anders, da ihnen mittlerweile 23 vergleichbare Vorwürfe gegen die Bank Austria vorliegen.

Seit Herbst vergangenen Jahres, nachdem die österreichischen Banken aufgrund einer Weisung der Finanzmarktaufsicht (FMA) und der Notenbank empfohlen haben, von Franken-Krediten aufgrund Kursschwankungen Abstand zu nehmen, ist die Anzahl der Beschwerden von Kreditnehmern enorm gestiegen, da einzelne Kreditinstitute dabei Franken- in Euro-Kredite zwangkonvertiert haben sollen. Durch die Umwandlung erlitten die betroffenen Kreditnehmer nicht nur Schaden durch den Kursverlust, sondern sollen jetzt für die Euro-Kredite auch deutlich höhere Zinsen bezahlen.

Finanzkreisen zufolge engagierte sich die Deutsche Bank mit einem Kredit von rund einer halben Milliarde Euro beim zusammengebrochenen US-Verlagshaus Tribune Company. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte am Dienstag, dass die Bank hieraus jedoch keinerlei Verluste zu erwarten habe, da das Engagement komplett abgesichert sei. Die Deutsche Bank hatte Finanzkreisen zufolge die Kredite mit einem Nominalwert von rund 570 Millionen Euro am Markt zu einem Abschlag erworben und stünden deshalb zu einem niedrigeren Wert in den Büchern des Geldhauses.

Nach der US-Bank JPMorgan Chase ist die Deutsche Bank der zweitgrößte Gläubiger des US-Verlagshauses Tribune Company, dem unter anderem die Zeitungen „Chicago Tribune“ sowie die „Los Angeles Times“ gehören, berichtete das US-Magazin „Editor & Publisher“. Am Montag beantragte das Verlagshaus Tribune Gläubigerschutz. Es sei jedoch genügend Geld zur Weiterfinanzierung der Publikationen während der Umstrukturierungsphase vorhanden. Zeitungsberichten zufolge hat der Medienkonzern rund 13 Milliarden Dollar Schulden.

Bisher ist es noch nicht offiziell bestätigt, jedoch berichtete der amerikanische Fernsehsender CNBC unter Berufung auf informierte Kreise bereits davon: Angeblich will die Bank of America bis 30.000 Arbeitsplätze abbauen. Vor allem das Investmentbanking soll es hart treffen, da es seit der Finanzmarktkrise weitgehend zum Erliegen gekommen sei.

Zusammen haben die Bank of America und Merrill Lynch rund 260.000 Beschäftigte, worauf rund 50.000 allein auf die Investmentbanking-Sparte entfallen. Wie CNBC berichtete, dürfte ein Großteil der Stellenstreichungen deshalb auf Seiten von Merrill anfallen. Mitte September hatte sich die Investmentbank Merrill Lynch unter dramatischen Umständen unter das Dach der Bank of America geflüchtet. Am Rande der Rettungsgespräche für den Konkurrenten Lehman Brothers hatte Merrill-Chef John Thain den Deal eingefädelt. Die Bank of America galt als ein wahrscheinlicher Lehman-Retter. Am Ende entschied sie sich jedoch lieber für den Kauf von Merill Lynch, nachdem die US-Regierung die geforderten Bürgschaften bei einem Lehman-Kauf verweigerte.

Am 15. September wurde der Kauf von Merill Lynch sowie die Insolvenz von Lehman Brothers nahezu zeitgleich bekannt gegeben.

Auch für die gut 30.800 deutschen Kunden der isländischen Kaupthing-Bank wird es wohl doch noch ein Happy-End geben, da sich am Dienstag die Mitgliedstaaten des Internationalen Währungsfonds (IWF) darauf einigten, Island Kredite zu gewähren. Die IWF stellte für diese Hilfe als Bedingung, dass Island für die Einlagen ausländischer Bankkunden Garantien übernimmt. In den vergangenen Tagen hatten sich die positiven Vorzeichen bereits gehäuft. Am Montag hatte die isländische Regierung erstmals auch Garantien für mehr als 300.000 britische und niederländische Kunden der ebenfalls zusammengebrochenen Onlinebank Icesave abgegeben. Ein Sprecher des isländischen Einlagensicherungsfonds sagte in Reykjavik, dass nach den Verhandlungen zwischen Island und Deutschland „spätestens in einigen Wochen“ mit einer Lösung zu rechnen sei.

Die Niederlassung der isländischen Kaupthing-Bank in Deutschland hatte mit attraktiven Zinsen für Tages- und Festgeld um Kunden geworben. Durch die Finanzkrise geriet die Kaupthing-Bank in Bedrängnis und daraufhin sperrte die deutsche Bankenaufsicht Bafin am 9. Oktober die Konten der deutschen Anleger. Sie kamen nicht mehr an ihr Geld. Am 31.Oktober stand dann endgültig fest, dass die Kaupthing-Bank pleite ist. Die deutschen Sparer bangen seitdem um ihr angelegtes Geld. Jetzt ist die isländische Einlagensicherung zuständig, pro Kunde garantiert sie mindestens Einlagen in Höhe von 20.887 Euro. Jedoch war bis jetzt noch nicht klar, ob in dem Fond überhaupt genug Geld vorhanden ist, um den deutschen Kunden tatsächlich ihre Guthaben zu erstatten, da durch die Pleite von drei großen isländischen Banken entsprechend viele Sparer entschädigt werden müssen.

Nach den Verhandlungen zwischen den Regierungen heißt es aus Verhandlungskreisen, dass es nun als sicher gilt, dass die deutschen Kaupthing-Kunden ihre Einlagen bis zur Garantiegrenze zurückbekommen werden.

Wie die US-Wohnungsbehörde am Dienstag mitteilte, soll den Hausbesitzern das Abstottern von Immobilienkrediten bei den Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac erleichtert werden. Damit will die US-Regierung die in Not geratenen Hausbesitzern unterstützen.

Unterstützt würden Hausbesitzer, die vor einem Zwangsverkauf stünden und zur Rückzahlung des Darlehens mehr als 38 Prozent ihres Einkommens aufbringen müssten durch eine Reduzierung ihrer monatlichen Ratenzahlungen. Die Branche wurde vom Chef der Wohnungsbehörde, James Lockhart dazu aufgerufen, diese Vereinbarung als Standard zu übernehmen.

Nachdem der Häusermarkt in den USA eingebrochen war und immer weniger Menschen ihre Hypotheken zurückzahlen konnten, hatte die Regierung Anfang September die Kontrolle der beiden angeschlagenen Institute übernommen. Für rund die Hälfte aller US-Hypotheken stehen Fannie Mae und Freddie Mac direkt oder indirekt gerade.