Am Montag äußerte sich der japanische Zentralbankgouverneur Masaaki Shirakawa vor dem Haushaltsausschuss des japanischen Oberhauses, dass seiner Einschätzung nach weltweit in den Bankenbilanzen noch mehr faule Kredite als bisher vermutet, schlummern. „Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Anhäufung fauler Kredite und der zurückhaltenden Kreditvergabe der Banken, die die Wirtschaftslage weiter verschärft. Deshalb rechne ich persönlich damit, dass die derzeitige Zahl von 1,4 Billionen Dollar noch ein wenig weiter steigen wird“, sagte Shirakawa. Dabei bezog er sich auf die jüngsten Schätzungen des Internationalen Währungsfonds zur Gesamthöhe der Problemkredite.
Um den Firmen unbürokratisch schnellstmöglich mehr Liquidität zu verschaffen, dürfte die Bank of Japan diese Woche bei ihrer geldpolitischen Sitzung wohl Einzelheiten ihres Vorhabens bekanntgeben. Ähnlich wie die US-Notenbank Fed will sie durch den Ankauf von Schuldtiteln von Unternehmen und Senkung des Leitzinssatzes nahe null Prozent weiteres Geld in den Markt pumpen. Ähnliche Maßnahmen gab die britische Regierung mit ihrem zweiten Bankenrettungsplan am Montag bekannt.
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