Dank Hilfe der staatlichen russischen Entwicklungsbank VEB hat der russische Milliardär Oleg Deripaska seine Beteiligung am weltgrößten Buntmetallproduzenten Norilsk Nickel vorerst behalten und konnte einen mit 25 Prozent der Norilsk-Anteile gesicherten westlichen Kredit über 4,5 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) komplett zurückzahlen. Aus dem Stützungspaket der Regierung hatte Deripaska zuvor einen Kredit über 4,5 Milliarden Dollar zur Verhinderung einer Übernahme seiner Norilsk-Aktien durch westliche Banken erhalten. Die Pfandrechte auf das Norilsk-Paket soll das westliche Bankenkonsortium demnächst an die VEB-Bank übertragen. Mit Hilfe westlicher Milliardenkredite hatte der 40-jährige Aluminiumbaron in den vergangenen Jahren sein Imperium um den weltgrößten Aluminiumproduzenten RusAl zusammengekauft. Zwischen Mai und Ende Oktober war der Wert seiner Norilsk-Aktien von 14,3 Mrd. Auf 3,25 Mrd. Dollar gesunken, stieg in den vergangenen Tagen aber wieder auf knapp 5,3 Mrd. Dollar an.
Bereits im Oktober stieg Deripaska beim deutschen Baukonzern Hochtief sowie auch beim kanadischen Autozulieferer Magna aus. Um seine 25 Prozent am Baukonzern Strabag in Österreich halten zu können, hatte Deripaskas Holding-Konzern Basic Element von der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG im Oktober noch einen Kredit über 460 Millionen Euro erhalten.
Russische Unternehmen müssen nach Expertenschätzungen in den kommenden 15 Monaten ausländische Kredite von mehr als 100 Mrd. Euro tilgen. Der Staat hilft mit seinen noch immer gewaltigen Währungsreserven von rund 500 Mrd. Dollar aus, da das ohnehin schwierige Kreditgeschäft fast komplett lahmgelegt ist.
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