Kredit News
News und Informationen über Kredite

News im Februar, 2009

Um Existenzgründern den Sprung in die Selbstständigkeit zu erleichtern und die Finanzierungslücke bei Kleinunternehmen zu schließen, teilte das Wirtschaftsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag in Schwerin mit, dass die Fördersumme aus dem „Mini-Kredit“-Programm durch sogenannte Mikrodarlehen auf 20.000 Euro aufgestockt werde. Bisher konnten Existenzgründer nur bis zu 10.000 Euro an zinsgünstigen Darlehen beantragen.

Im Jahr 2004 wurde das aus dem EU-Sozialfonds und mit Landesmitteln finanzierte Förderprogramm durch die frühere rot-rote Landesregierung aufgelegt und von der rot-schwarzen Nachfolgeregierung überarbeitet. Angaben zufolge bewilligte das Programm in den letzten fünf Jahren knapp 850 Vorhaben und zahlte mehr als 7,5 Millionen Euro aus, wobei die durchschnittliche Kredithöhe bei 8.900 Euro lag.

Was soll schon schiefgehen, einem guten Freund oder Verwandte durch eine Bürgschaft aus einer vorübergehenden finanziellen Notlage helfen, wenn sie von der Bank ansonsten keinen Kredit bekommen?

Des „Berliner Kuriers“ zufolge warnen die Experten der Arag-Rechtsschutzversicherung davor, denn sollte der Schuldner den Kredit nicht mehr abzahlen können oder wollen, hält sich die Bank eben an den Bürgen und zögern auch nicht, ihre Forderung durch einen Gerichtsvollzieher vollstrecken zu lassen. Ein Bürgschaftsvertrag bleibt auch noch wirksam, wenn der Gerichtsvollzieher beim Bürgen bereits alles Pfändbare gepfändet hat und somit bleibt dieser auch weiterhin auf den Schulden sitzen.

Deshalb raten die Arag-Experten den Bürgen darauf zu achten, das Risiko zu mindern, indem sie eine Ausfallbürgschaft leisten. Bei einer Ausfallbürgschaft ist die Bank dazu verpflichtet, mit allen Mitteln zu versuchen, das Geld erst beim Schuldner einzutreiben. Erst nach einer erfolglosen Zwangsvollstreckung muss der Bürge für die Rückzahlung aufkommen.

Eine weitere Risikominderung ist die Zeit-Bürgschaft. Das bedeutet für den Bürgen: Nimmt die Bank ihn nicht innerhalb einer bestimmten Frist nach Kreditvergabe in Anspruch, ist er von seinen Verpflichtungen entbunden. Eine weitere Möglichkeit bietet die Bürgschaft über einen Höchstbetrag, den man im Notfall auch verschmerzen kann.

Wie der Ostdeutsche Sparkassenverband (OSV) am Montag in Berlin mitteilte, wurden im letzten Jahr trotz Finanzkrise deutlich mehr Kredite im Gesamtvolumen von rund 5,4 Milliarden Euro vergeben. Im Vergleich zu 2007 entspricht das einem Plus von rund 20% (457 Millionen Euro). Laut dem Geschäftsführenden OSV-Präsident Claus Friedrich Holtmann kann von einer Kreditklemme bei den 51 Sparkasse des OSV in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt keine Rede sein.

Den Angaben zufolge ist das Volumen der Kundeneinlagen um 2% auf 77,9 Milliarden Euro gestiegen. Und auch das Betriebsergebnis vor Bewertung liege mit 1,1 Milliarden Euro fast auf dem Niveau des Vorjahres. In der Krise hätte sich also die konservative Geschäftspolitik ausgezahlt. Während früher der Vorwurf laut wurde, dass Erträge verschenkt werden, weil die Sparkassen weder mit Lehman-Zertifikaten noch mit islandischen Papieren handelte, sei von solcher Kritik jetzt keine Rede mehr. Für das aktuelle Jahr zeigt sich Holtmann optimistisch. Holtmann warnte jedoch vor Wettbewerbsverzerrungen, die durch die staatliche Unterstützung der Konkurrenz entstehen könnten.

Nach einer Studie des britischen Marktforschungsinstituts Markit haben deutsche Firmen im Vergleich zu ihren Konkurrenten aus dem Ausland nicht mit schärferen Kreditkonditionen zu kämpfen. Im Januar soll sich der Zugang zu Fremdkapital hierzulande sogar wieder leicht verbessert haben, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Neben Deutschland ist nur noch in China eine positive Entwicklung zu verzeichnen gewesen.

Laut der Umfrage unter fast 3000 Firmen gaben nur 4% der Unternehmen eine Beeinträchtigung ihres Geschäfts durch schwierigere Finanzierungsbedingungen an. Dagegen bejahte jede fünfte Firma in Spanien diese Tendenz. Während spanische Betriebe sich besonders häufig Schwierigkeiten ausgesetzt sehen, berichten mehr deutsche Firmen über verbesserte Bedingungen als über schlechtere. Insgesamt zeigte sich, dass die Unterschiede der Auswirkungen der Finanzkrise auf die Finanzierungsbedingungen zwischen den Ländern sehr groß sind.

Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson räumte ein, dass der weltweit verschlechterte Kreditzugang besorgniserregend sei, aber für die jüngsten Einbrüche in der Industrie sei nicht die Kreditklemme, sondern vielmehr die geringe Nachfrage verantwortlich.

Zum ersten Mal zweifelt die Ratingagentur Moody’s an dem Bestand der Bestnote AAA für die Kreditwürdigkeit der USA. Was zunächst relativ unspektakulär klingt, birgt “Welt Online” zufolge jedoch eine enorme Brisanz, denn eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA hätte Folgen für die ganze Welt.

Holger Sandte, Chefvolkswirt der WestLB, sieht die Meldung erst einmal gelassen, denn die größte Volkswirtschaft der Welt könne praktisch nicht pleite gehen, weil sie keine Schulden in Fremdwährungen hat. Demnach könnte sie im Notfall “einfach Dollar nachdrucken”.

Bis dato galten die USA als sehr gute Schuldner, doch angesichts der riesigen durch die Finanzkrise nötigen Rettungspakete könnte sich dies eventuell bald ändern. Die Geldgeber der USA beginnen sich Sorgen um ihr Geld zu machen, darunter auch China, das mit mit US-Staatsanleihen im Wert von 682 Milliarden Dollar der größte Gläubiger ist. Dabei ist noch nicht einmal der Verlust der Anleihenkurse entscheidend, sondern der Verfall des Dollar-Kurses, der in diesem Fall eintreten würde. Um zu verhindern, dass sie ihr investiertes Geld verlieren, könnten die Anleger sich zu einem Verkauf ihrer Staatsanleihen entschließen, was den Dollar noch weiter drücken würde. Dieser Teufelskreis kann nur verhindert werden, wenn China und Japan von einem Verkauf ihrer US-Staatsanleihen absehen. Da sie niemals die gesamten Anlagen in Euro-Anleihen tauschen könnten und die übrigen US-Papiere einen erheblichen Wertverlust erleiden würden, ist ein Verkauf auch nicht sehr wahrscheinlich.

Sandte hält eine Fluchtbewegung aufgrund den Entwicklungen bei privaten Pensionsfonds allerdings für durchaus denkbar. Devisenexperte Christian Apelt von der Landesbank Helaba geht davon aus, dass sich die Krise noch erheblich verschärfen müsse, bevor es zu einer dauerhaften Fluchtbewegung aus US-Anlagen komme.

Umfrage: Zu hohe Kreditzinsen

Geschrieben am: 14 Februar 2009 in Kredite

Nach einer im Auftrag des Internetportals marktvergleich.de durchgeführte Umfrage zahlen viele Bankkunden in Deutschland zu hohe Zinsen bei Krediten. Nach einem Bericht der “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” akzeptiert jeder dritte Kreditnehmer das erste Angebot und vergleiche nicht mit den Angeboten von anderen Banken, wenn es um einen Verbraucherkredit geht. Für die Autoren der Studie bedeutet dies eine Verschwendung von barem Geld.

Für über 90% der Verbraucher sei ein möglichst niedriger Zinssatz das wichtigste Kriterium bei einem Verbraucherkredit, doch nur die wenigsten Kunden erhalten auch tatsächlich die niedrigen Zinssätze, mit denen die Banken ihre Kunden locken. Jeder fünfte Kunde fällt der Studie zufolge auf diese Lockvogelangebote herein.

Vielen Verbrauchern sei gar nicht bewusst, wie viel Zinsen sie tatsächlich für ihren Kredit zahlen, zeigte die Umfrage. Fast vier von fünf Befragten kannten keine Internetangebote für einen Kreditvergleich. Besonders schlecht informiert waren Kunden mit niedrigem Einkommen - also genau die Gruppe, die am häufigsten einen Dispo- oder Ratenkredit benötigt.

In der repräsentativen Studie wurden Ende Januar 957 Deutsche ab 18 Jahren von TMS Infratest befragt.

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge will die US-Regierung ihre grundsätzliche Politik in Sachen Hypothekenkrise ändern und zukünftig auch Hausbesitzer unterstützen, die noch nicht in Zahlungsrückstand geraten sind. Einzelheiten zu diesem Plan werden noch ausgearbeitet hieß es, aber bislang ist vorgesehen, dass sich Antragsteller einer standardisierten Prüfung ihrer finanziellen Situation unterziehen lassen müssen. Möglicherweise wird die Schwelle, ab der notleidende Hausbesitzer Hilfsmittel erhalten dürfen, noch gesenkt. Derzeit können Hausbesitzer, deren Hypothekenkosten mehr als 38% ihres Bruttoeinkommens ausmachen, Ansprüche geltend machen. Es ist eine Kooperation mit den beiden Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac geplant, diese sollen jedoch aller Voraussicht nach nicht die neuen Darlehen als Pakete für Investoren anbieten.

Der Richtungswechsel der US-Regierung wird von Experten positiv beurteilt. So zieht Howard Glaser (unter Bill Clinton zuständig für Wohnbau-Politik) diese Lösung einer staatlichen Garantie für notleidende Hypotheken vor, weil letzteres viel zu kostspielig sei. Durch eine Förderung der bestehenden Hypotheken würde man zudem die Infrastruktur der Finanzinstitute nutzen, der Aufbau eines neuen Verwaltungsapparates ist nicht notwendig.

Die Meldung sorgte noch kurz vor Handelsschluss für einen deutlichen Schwung nach oben, so dass zwei der drei Hauptindices im Plus den Tag beendeten. Von dem US-Finanzministerium gibt es hierzu noch keine Stellungnahme.

Von den insgesamt 23 evangelischen Landeskirchen sowie den 27 Diözesen der katholischen Kirche unterstützen jeweils 20 Familien durch die Vergabe von Grundstücken im Erbbaurecht sowie zinsgünstigen Baudarlehen bzw. Baukostenzuschüssen zum Eigentumserwerb.

Schon nach 1945, wo in Deutschland eine Wohnungsnot herrschte, entstand eine Förderung von kirchlichen Siedlungswerken, die bauwillige Familien durch Darlehen oder Zuschüsse unterstützte. Die Siedlungswerke der katholischen Diözesen in Köln, Paderborn, Münster, Essen, Hildesheim, Dresden-Meißen sowie Rottenburg-Stuttgart vergeben aktuell Zuschüsse oder sogar zinslose Darlehen an bauwillige Familien. Die Erzdiözese Paderborn gewährt beispielsweise Familien mit zwei Kindern ein zinsloses Darlehen von 11.500 Euro und erlässt für jedes weitere Kind, dass während der Darlehenslaufzeit geboren wird, 800 Euro.

Allerdings liegt das Augenmerk hauptsächlich in der Vergabe von Erbbaurechten, da viele Kirchengemeinden und Stiftungen über Grundbesitz verfügen, der nicht verkauft werden darf. Für Bauwillige bietet sich somit der kostengünstige Erwerb eines Grundstücks. Zwar wird das Grundstück nicht käuflich erworben, sondern für lange Zeit, meist 99 Jahre, gepachtet. In der Regel fallen die Erbbauzinsen deutlich niedriger aus als Hypothekenzinsen für langlaufende Baudarlehen.

Da die Kreditlinie Ende März ausläuft, muss der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche bei der Verlängerung seiner zehn Milliarden Euro Kreditlinie, die von der 35 Milliarden Euro Kreditlinie zur Absicherung des Pflichtangebots für Volkswagen übriggeblieben sind, nun mit drastisch steigenden Zinsen rechnen. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte der Leiter eines Krditkonsortiums: „Porsche wird bei der Refinanzierung auf böse Banken und auf böse Konditionen treffen.“ Der Grund dafür liegt daran, dass Porsche im Februar 2008 die Kreditlinie zu besonders günstigen Konditionen erhalten hatte. Das Geld jedoch wurde nur auf die Bank gelegt und brachte den Gläubigern herbe Verluste ein.

Porsche sieht dem allen jedoch positiv entgegen und ist zuversichtlich, sie rechtzeitig vorher zu verlängern. „Wir sind nicht unter Druck, wir glauben, dass wir auf der positiven Seite des marktes stehen, und wir sind nicht bereit, jeden Preis zu zahlen“, betonte ein Porsche-Sprecher. Das Banken-Konsortium, dem ABN Amro, Barclays, Merrill Lynch, MLA und die Commerzbank angehören haben durch einen Banker verlauten lassen, dass Porsche sehr wohl wisse, wie sehr sich der Markt verändert habe und eine Verlängerung der Linie von vornherein nicht vereinbart worden sei. Demnach müssen die Konditionen völlig neu verhandelt werden.

In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ warf Bernhard Schreier, Chef des stark unter der Investitionspause seiner Kunden leidenden Druckmaschinenherstellers Heidelberger Druck den Banken eine zu zögerliche Kreditvergabe vor. „Das Motto muss lauten: Rückt mehr Geld für Investitionen raus. Nur dann kann es aufwärtsgehen“, sagte er der Zeitung. Schreier fordert jedoch auch Hilfe vom Staat, indem sie mehr Druck auf die Banken ausüben sollen, damit mehr Kredite vergeben werden. Damit steht er nicht allein da, denn auch andere Bankkritiker sowie Notenbanker und Politiker haben die Bundesregierung schon dazu aufgefordert. Dagegen sieht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie einige Wirtschaftwissenschaftler keine Kreditklemme gegeben.

Da zwei Drittel ihrer Kunden vor allem Werbung drucke, und diese durch die Wirtschaftslage gestoppt sei, veranlasse das seine Kunden zu einer Investitionspause. Man habe es so wenig Aufträge wie seit zehn Jahren nicht mehr und rechne auch nicht mit einer Erholung der Nachfrage. „Ohne Aufträge bestellen sie keine Druckmaschinen“, sagte Schreier. In dem Interview klagte er: „Vor allem unsere Kunden haben es zweifelsohne schwerer, kredit zu bekommen. Ihre Wünsche werden länger geprüft und häufiger zurückgewiesen.“Die Zurückhaltung bei der Kreditvergabe mache die Krise dadurch unberechenbar.

Der weltgrößte Druckmaschinenhersteller hat in den letzten sechs Jahren sein Heil in Kurzarbeit, Stellenstreichungen sowie Sparprogrammen gesucht und wies Befürchtungen über eine eigene Finanzklemme zurück. „Wir sind solide finanziert“, bekräftigte Schreier. Man habe über staatliche Unterstützung nie nachgedacht und Gerüchte über Verhandlungen zum Einstieg eines Investors gebe es auch nicht. Allerdings denke man über eine Einladung an einen Ankeraktionär nach, deutete Schreier an: „Man muss uns aber zugestehen, dass wir in dieser schwierigen Situation alle Optionen prüfen.“