Kredit News
News und Informationen über Kredite

News im Januar, 2009

Immobilien in einer Zwangsversteigerung zu erwerben, scheint für immer mehr Interessenten eine attraktive, weil günstige Alternative zum normalen Immobilienkauf zu sein. Dies gilt auch für Privatpersonen, die jedoch in der Regel den Kaufpreis für die betroffene Immobilie nicht aus eigener Tasche zahlen können. Hierzu müssen sie ein Immobiliendarlehen aufnehmen. Doch viele Kunden stoßen bei den Banken mit diesem Finanzierungswunsch auf Skepsis oder Ablehnung.

Vor allem die Direktbanken halten sich mit der Vergabe von Darlehen für Immobilien aus Zwangsversteigerungen eher zurück. Viele Banken haben sogar in ihren Richtlinien zur Kreditvergabe festgelegt, dass eine Finanzierung dieser Immobilien grundsätzlich nicht erfolgt.

Da Kredite bei regionalen Banken (z.B. die Hausbank) vergleichsweise einfach, aber oft teurer zu erhalten sind, rät die Ansahl Consulting GmbH, auf jeden Fall die Konditionen und den Zinssatz der verschiedenen Angebote zu vergleichen. Dieser Vergleich sollte auch Direktbanken miteinbeziehen, denn nicht alle schließen eine Finanzierung von Immobilien aus einer Zwangsversteigerung grundsätzlich aus.

Einem Zeitungsbericht zufolge, den „Die Presse“ in ihrer Wochenendausgabe veröffentlichte, steht der Bank Austria nun eine Musterklage aufgrund einer Umwandlung von einem Franken-Kredit in einen Euro-Kredit bevor.

Dem Zeitungsbericht nach will der österreichische Prozessfinanzierer Advofin am 12. Januar 2009 gegen die Austria Bank eine Musterklage anstreben. Dabei geht es konkret um einen Kreditnehmer, dessen „Frankenkredit im November vertragswidrig in einen Euro-Kredit umgewandelt wurde“, äußerte sich der Advofin-Chef Franz Kallinger gegenüber der Zeitung. Die Umwandlung des Kredites erfolgte nach Meinung von Advofin deshalb rechtswidrig, da dem Kunden von Seiten der BA keine Zeit für die Einbringung neuer Sicherheiten gegeben wurde. „Die Bank hat vertragswidrig gehandelt. Das ist ein klarer Akt der Zwangskonvertierung, da der Bankkunde nicht eingewilligt hat“, so Kallinger gegenüber dem Blatt. Außerdem habe der Kunde durch die Umstellung „bei einem Kreditvolumen von 3,5 Millionen Euro einen Kursverlust von 400.000 Euro erlitten und der weitere Schaden durch die höheren Kreditzinsen ist da noch gar nicht eingerechnet“, sagte Kallinger weiter.

Gegenüber der Zeitung wollte die Bank Austia zu diesem Vorwurf keine Stellung beziehen. Ein Sprecher der Bank sagte dem Blatt: „Was wir auf jeden Fall sagen können ist, dass wir keinen Kredit zwangskonvertieren, wenn der Kunde seinen Kreditverpflichtungen nachkommt.“ Der Prozessfinanzierer Advofin sieht das jedoch anders, da ihnen mittlerweile 23 vergleichbare Vorwürfe gegen die Bank Austria vorliegen.

Seit Herbst vergangenen Jahres, nachdem die österreichischen Banken aufgrund einer Weisung der Finanzmarktaufsicht (FMA) und der Notenbank empfohlen haben, von Franken-Krediten aufgrund Kursschwankungen Abstand zu nehmen, ist die Anzahl der Beschwerden von Kreditnehmern enorm gestiegen, da einzelne Kreditinstitute dabei Franken- in Euro-Kredite zwangkonvertiert haben sollen. Durch die Umwandlung erlitten die betroffenen Kreditnehmer nicht nur Schaden durch den Kursverlust, sondern sollen jetzt für die Euro-Kredite auch deutlich höhere Zinsen bezahlen.

Dem angeschlagenen Speicherhersteller Hynix haben einem Bericht der Financial Times Deutschland zufolge fünf Großaktionäre des Unternehmens einen Kredit in Höhe von 430 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und unterstützen auch eine für Januar geplante Kapitalerhöhung um 165 Millionen Euro.

Aus dem Bericht der Financial Times Deutschland geht hervor, dass das Unternehmen Hynix aufgrund des Preisverfalls bei den Speicherchips einige seiner Produkte unterhalb der Herstellungskosten verkaufen musste und sich der Fehlbetrag in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs somit auf über 1,6 Milliarden Dollar summiert hat. Hynix will mit der Senkung der Produktionskosten sowie dem Verkauf von Vermögenswerten die Krise bekämpfen.

Um ihre Finanzkrise in den Griff zu bekommen, stellt der Internationale Währungsfonds (IWF) Weißrussland einen 1,8 Milliarden-Euro-Kredit in Aussicht. Eine entsprechende Vereinbarung sei mit der weißrussischen Regierung schon erzielt worden, teilte der IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn in Washington mit. Der endgültigen Zusage steht nur noch die Zustimmung des IWF-Verwaltungsrats entgegen.

Da der IWF derzeit mehrere Länder aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise mit einem Notkredit unterstützen soll, die kurz vor dem Staatsbankrott stehen, hat Ende Oktober 2008 auch die weißrussische Zentralbank beim IWF einen zwei Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) Kredit beantragt.