Nach einer aktuellen Studie der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) meldeten 2009 schon mehr Firmen weltweit Insolvenz an als in den Jahren 2006 und 2007 zusammen. Vom Jahresbeginn bis zum 17. Februar waren hiervon 32 Unternehmen betroffen, darunter einige prominente Namen aus Deutschland (Speicherchiphersteller Qimonda und Modelleisenbahnhersteller Märklin) und den USA (Unternehmensberatung Bearing Point, Medienkonzern Tribune und Trump Entertainment von Immobilieninvestor Donald Trump). Bei den 32 Insolvenzen handelt es sich insgesamt um 23 Unternehmen aus den USA, 6 aus Schwellenländern, 2 aus Kanada und 1 aus Frankreich.
Besonders gefährdet sind Unternehmen, die unter einen hohen Schuldenlast leiden, berichtet die “Financial Times Deutschland”. Für das aktuelle Jahr erwartet die Ratingagentur einen Rekord der Firmeninsolvenzen. Im Januar stieg die Ausfallrate bei Firmen mit spekulativer Bonitätsnote auf 3,83% (Dezember: 3,47%), in den nächsten 12 Monaten wird sie auf 13,9% steigen, so die Prognose von S&P. Das würde den alten Rekord von 12,5% aus dem Jahr 1991 brechen. Wenn dies der Fall ist, würden bis Ende Januar 2010 insgesamt 206 Firmen Insolvenz anmelden müssen.
Weit hergeholt ist diese Einschätzung keineswegs, denn bis zum 16. Februar wurden 265 Unternehmen von der Agentur als “Weakest Links” eingestuft, d.h. sie haben einen negativen Ratingausblick und könnten herabgestuft werden. Die Gesamtsumme der Schulden dieser Unternehmen beläuft sich auf $485,7 Milliarden Dollar (umgerechnet 382,6 Milliarden Euro).
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