Kredit News
News und Informationen über Kredite

News im Dezember, 2008

Wie die Trendbefragung der FinanceScout24-Kunden ergab, nehmen rund 91 Prozent der Befragten für Weihnachtsgeschenke keinen Kredit auf, sondern setzen auf kleinere Geschenke mit persönlicher Note. Auf einen Ratenkredit für Weihnachtsgeschenke würden lediglich sieben Prozent zurückgreifen. Das konnte der Einzelhandel durch sinkende Umsätze bereits zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts bestätigen.

Da sich die aktuelle Entwicklung der Finanzkrise nicht nur auf die Kauflaune der Kunden, sondern auch noch auf die Konditionen der Ratenkredite auswirkt, ist ein direkter Zinsvergleich jetzt noch ratsamer. Musste der Verbraucher noch vor wenigen Wochen durchschnittlich 7 Prozent an Kreditzins einplanen, so sind es jetzt aufgrund der Risikominderung bei den Banken durchschnittlich bis zu 9 Prozent. Einen weiteren Anstieg prognostizieren Finanzexperten für 2009. Deshalb sollten Kunden, die im nächsten Jahr größere Anschaffungen mit einem Ratenkredit vorhaben, dies möglichst noch in diesem Jahr tun.

Für eine Neuausrichtung gewährten die Banken dem angeschlagenen Hersteller von Elektronikkomponenten für den Telekommunikationsbereich und Produzenten von Kunststoff-Baugruppen ihre finanzielle Unterstützung. Aufgrund der Nachricht konnte die Aktie an der Börse deutlich zulegen.

Den Anlegern ist Balda als Produzent von Handyschalen ein Begriff. Da damit jedoch nicht lange viel Geld zu verdienen war, richtet sich das Unternehmen nun neu aus und will sich auf die Fertigung von Kunststoff- und Elektronikprodukten für die Kommunikations- und Unterhaltungshardware in Asien konzentrieren. Damit die Firmenumstrukturierung bewerkstelligt werden kann, braucht Vorstandsvorsitzender Joachim Gut die finanzielle Unterstützung der Banken. Nachdem eine Einigung mit den Banken zur Neuordnung der Finanzierungsstruktur der Balda AG getroffen war, wurden am 28. November 2008 die entsprechenden Verträge von allen Parteien unterschrieben. Der in Höhe von 76,5 Millionen Euro gewährte Bankkredit wurde bis Ende 2009 gewährt.

Jedoch gab es heute noch eine zusätzliche positive Meldung: Heute gab der Insolvenzverwalter der ehemaligen Siemens-Handysparte BenQ Mobile, Martin Prager, bekannt, dass er an die Gläubiger bis Ende des ersten Quartals 2009 einen Betrag von 35 Prozent der geprüften Forderungen ausschütten wolle. Aus dem Unternehmen heißt es: Die Forderungen, die Balda an BenQ Mobile hat, „lassen sich sehen, aber wenn man die geplante Rückzahlungsquote betrachtet, ergibt sich für Balda ein Betrag, der nicht dramatisch ist.“ Außerdem bestellte das Registergericht beim Amtsgericht des Firmensitzes in Bad Oeynhausen Rechtsanwalt Dr. Axel Bauer aus Dresden zum neuen Mitglied und verstärkte somit den Aufsichtsrat. Dazu sagte ein Unternehmenssprecher von Balda: „Wir freuen uns, dass das Gericht jemanden bestimmt hat, der sich im deutschen Umfeld auskennt und der uns bei der Neuaufstellung unterstützen kann.“

Zum Gelingen der Neuausrichtung sind die Mittel aus dem Bankkredit nur ein Baustein und deshalb muss der Vorstand nun zeigen, dass er die Neuausrichtung zu einer profitablen Firma auch tatsächlich schafft.

Einen dringend benötigten Kredit in Höhe von 829 Millionen US-Dollar hat der staatliche brasilianische Ölkonzern Petroleo Brasileiro von drei japanischen Banken erhalten, damit Petrobras seine Henrique Lage weiter betreiben kann. Die drei japanischen Banken Sumitomo Mitsui Banking Corp., Mizuho Corporate Bank Ltd. sowie die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ stellen dem Ölkonzern den Kredit mit einer Laufzeit von 10 Jahren zur Verfügung.

Einen Teil der Summe will Petrobras in seine Ölexploration und die Raffineriekapazitäten investieren, sowie weitere anstehende Operationen zu finanzieren. Der brasilianische Ölkonzern will vom internationalen Kapitalmarkt bis 2012 vier Milliarden US-Dollar pro Jahr aufnehmen, um das eigene Investitionsprogramm finanzieren zu können.

Am Mittwochabend billigte das US-Repräsentantenhaus mit 237 gegen 170 Stimmen einen Gesetzentwurf, der für die drei großen Autobauer General Motors, Ford und Chrysler 14 Mrd. Dollar an Notkrediten vorsieht. Damit hat die strauchelnde US-Autoindustrie die erste parlamentarische Hürde für die dringend benötigte Hilfe genommen. Jedoch soll der noch amtierende US-Präsident George W. Bush dazu einen Beauftragten zur vom Kongress verlangten Umstrukturierung und Sanierung der Unternehmen benennen.

Nach Zustimmung des Repräsentantenhauses geht die Vorlage nun zum Senat, wo die Zustimmung am Widerstand der Republikaner noch scheitern kann, da die Demokraten in der kleineren Kongresskammer nur über eine hauchdünne Mehrheit verfügen. Gegen das Rettungspaket hatten sich zuvor schon mehrere republikanische Senatoren ausgesprochen. Ihrer Meinung nach besitzt der „Auto-Zar“ genannte Beauftragte zur Durchsetzung tiefgreifender Umstrukturierung nicht genügend Macht. Der republikanische Senator Robert Bennett aus Utah sagte: Der Beauftragte des Präsidenten „hat nicht die Autorität, die er braucht.“ Auch der republikanische Senator David Vitter hatte angekündigt, sich für ein Scheitern der Gesetzesvorlage in der kleineren Kongresskammer einzusetzen. Er werde „jedes verfügbare Verfahrensmittel“ dazu einsetzen. Um eine mögliche Blockade des Entwurfs durch Dauerreden (sogenanntes Filibuster) zu durchbrechen, sind mindestens 60 Stimmen notwendig.

Zuvor hatten die Demokraten im Kongress und das Weiße Haus tagelang um den Gesetzesentwurf gerungen. Notfalls kann der Vorlage zufolge der „Auto-Zar“ die Autobauer auch in ein Insolvenz-Verfahren zwingen, sollten sie bis zum 31. März nicht Pläne vorlegen, wie sie sich langfristig neu aufstellen wollen. Im Gegenzug für das Darlehen erhält der Staat außerdem 20 Prozent der Kreditsumme in Wertpapieren der Unternehmen.

Desweiteren sieht der Entwurf vor, dass die 25 am höchsten bezahlten Manager der Unternehmen keine Boni mehr erhalten dürfen sowie die Firmenjets abgeschafft werden müssen. Scheitern kann es auch daran, dass der Beauftragte des US-Präsidenten Ausgaben von mehr als 100 Mio. Dollar blockieren kann. Insgesamt forderten die Chefs der drei großen Autobauer bei Kongressanhörungen 34 Mrd. Dollar an neuen Krediten.

Erstmals haben Anleger alle Wirtschaftsregeln außer Kraft gesetzt und der US-Regierung einen zinsfreien Kredit in Höhe von 30 Milliarden Dollar gewährt. Durch die enorme Nachfrage bei der Ausgabe von US-Staatspapieren mit vierwöchiger Laufzeit entstand ein bislang einmaliger Vorgang – die Rendite sank auf 0,0 Prozent. Das konnte nur geschehen, weil viele Anleger, die eine Deflation fürchten, den Banken immer noch nicht trauen und sich auf die Staatspapiere stürzten. Selbst die bereits am Finanzmarkt gehandelten Staatspapiere mit dreimonatiger Laufzeit sanken dadurch erstmals seit 1940 unter 0,0 Prozent. Die Verzinsung stieg erst am Mittwoch wieder etwas, da den Anlegern die vorläufige Einigung auf Staatshilfen für die US-Autobauer wieder mehr Zuversicht einflößte.

Gegenüber der alten Krisenvorsorge – das Geld unter die Matratze zu legen – ist der Kauf von Wertpapieren mit einer Rendite von null Prozent oder weniger die moderne Variante, so die Analysten. „Das ist ein sicheres Zeichen dafür, das die Angst noch lange nicht aus dem Markt verschwunden ist.“ Zudem wird das Geschehen von einigen Volkswirten als schlechtes Omen für die Gesamtwirtschaft interpretiert. Es hieß, dass die Flucht der Anleger in die Sicherheit ein eindeutiges Indiz für eine langanhaltende Rezession sei.

Offenbar nehmen die Anleger als Preis für die Sicherheit sogar einen Teilverlust ihres Geldes in Kauf. Faktisch zahlen sie der US-Regierung eine Gebühr dafür, dass diese auf ihr Geld aufpasst. Im September gab es vergleichbare Zustände im Rentenhandel nach der Lehman-Pleite. Auch hier rutschte die Rendite der einmonatigen Papiere kurzzeitig unter Null.

Die einzigen, die von der Furcht der Anleger profitieren, ist das US-Finanzministerium. Die USA muss sich aufgrund der gigantischen Kosten für Konjunktur- und Rettungspakete enorme Summen am Kapitalmarkt leihen.

Wieder mehr Privatinsolvenzen

Geschrieben am: 11 Dezember 2008 in Schulden

Im September ist die Zahl der Privatinsolvenzen zum ersten Mal seit mehreren Monaten wieder gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat haben sich 5,7% mehr Privathaushalte zahlungsunfähig gemeldet. Michael Ziebach vom Statistischen Bundesamt erklärt, es sei noch zu früh, um von einer Trendwende zu sprechen, man müsse noch zwei weitere Monate auswerten. Von Jahresbeginn bis September 2008 ging die Anzahl der Privatinsolvenzen insgesamt um 8,7% zurück.

Den Angaben zufolge verzeichneten die Gerichte im September insgesamt 13.115 Insolvenzen, davon waren 8312 Privatinsolvenzen und 2479 Unternehmensinsolvenzen. Im Vergleich zum Vorjahr (2,2 Milliarden Euro) sind auch die offenen Forderungen der Gläubiger in diesem Jahr höher (2,8 Milliarden Euro), allerdings ging die Zahl der Unternehmensinsolvenzen leicht (0,5%) zurück.

Die Veränderungsraten beziehen sich auf bundesweite Berechnungen, bei denen das Land Nordrhein-Westfalen jedoch nicht berücksichtigt wurde. Aus diesem Bundesland lagen für das Jahr 2007 keine Daten vor.

Nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Creditreform wird es 2008 insgesamt mehr Unternehmensinsolvenzen geben als in den fünf Jahren zuvor, bislang mussten 29.800 Unternehmen (2,2% mehr als im Vorjahr) Insolvenz annehmen. Für das kommende Jahr erwartet Creditreform einen deutlichen Anstieg der Insolvenzen um 18%.

Angesichts des demografischen Wandels in Deutschland müssen Konzepte entwickelt werden, die die erwarteten Einschnitte bei den sozialen Sicherungssystemen auffangen können. Ein Konzept, das der Verband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) aktuell diskutiert, ist das der “umgekehrten Hypothek”. Das Konzept der umgekehrten Hypothek oder “Immo-Rente”, das die Immobilie gleichzeitig als Behausung und als Einkommensquelle vorsieht, gibt es in den USA und Großbritannien schon länger.

Brigitte Wesierski, beim VÖB zuständig für Fördergeschäft und Corporate Finance, erklärt, dass mit diesem Konzept ältere Menschen ihre Immobilie finanziell nutzen und trotzdem weiterhin selbst darin wohnen können. Es handelt sich hierbei um ein mit einer Bankgarantie bis zum 110. Lebensjahr des Kunden kombiniertes Darlehen. Mit anderen Worten, der Bankkunde (Zielgruppe 60+), nimmt einen Kredit bei der Bank auf und beleiht seine Immobilie bis zur Grundschuld dafür. Die Grundschuld bzw. der Wert der Immobilie wird von der Bank selbst oder einem Gutachter ermittelt. Lebenslang wird dann eine gleichbleibende Rente auf 60-80% des Immobilienwertes gezahlt. Dieses Konzept soll z.B. Rentner mit niedrigem Einkommen ansprechen, die mit der Kreditsumme ihre Lebensqualität verbessern können. Gleichzeitig bleibt der Kreditnehmer aber trotzdem in der eigenen Immobilie wohnen. Die monatliche Rate wird vor allem aus der durchschnittlichen Lebenserwartung abgeleitet. Wenn der Kunde stirbt oder aber seine Immobilie nicht mehr bewohnen kann oder will, wird der Kredit fällig. Gehen Zahlungen darüber hinaus ein, sind diese durch ein Garantie-Entgelt abgesichert.

Die deutschen Förderbanken wollen die umgekehrte Hypothek ab dem nächsten Jahr anbieten. Voraussichtlich wird die Investitionsbank Schleswig-Holstein bereits im ersten Quartal ein entsprechendes Produkt anbieten, auch die Förderbanken in Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sind interessiert.

Finanzkreisen zufolge engagierte sich die Deutsche Bank mit einem Kredit von rund einer halben Milliarde Euro beim zusammengebrochenen US-Verlagshaus Tribune Company. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte am Dienstag, dass die Bank hieraus jedoch keinerlei Verluste zu erwarten habe, da das Engagement komplett abgesichert sei. Die Deutsche Bank hatte Finanzkreisen zufolge die Kredite mit einem Nominalwert von rund 570 Millionen Euro am Markt zu einem Abschlag erworben und stünden deshalb zu einem niedrigeren Wert in den Büchern des Geldhauses.

Nach der US-Bank JPMorgan Chase ist die Deutsche Bank der zweitgrößte Gläubiger des US-Verlagshauses Tribune Company, dem unter anderem die Zeitungen „Chicago Tribune“ sowie die „Los Angeles Times“ gehören, berichtete das US-Magazin „Editor & Publisher“. Am Montag beantragte das Verlagshaus Tribune Gläubigerschutz. Es sei jedoch genügend Geld zur Weiterfinanzierung der Publikationen während der Umstrukturierungsphase vorhanden. Zeitungsberichten zufolge hat der Medienkonzern rund 13 Milliarden Dollar Schulden.

SEB Bank „verschenkt“ 2000 Euro

Geschrieben am: 10 Dezember 2008 in Kredite

Da soll noch jemand sagen, Banken stecken in der Krise und haben kein Geld mehr. Offenbar hat die schwedische SEB Bank noch so viel davon, dass sie es kurz vor Weihnachten mit vollen Händen unters Volk wirft. In den 174 deutschen Filialen der schwedischen Großbank kann jeder, der etwas Zeit mitbringt, direkt 2000 Euro ausgehändigt bekommen. Natürlich will die Bank ihr Geld wieder zurück, jedoch fallen für das Geld weder Zinsen noch Bearbeitungsgebühren an und der Kunde muss lediglich in den nächsten 12 bis 24 Monaten die 2000 Euro zurückzahlen.

Viele Banken wollen durch das Null-Euro-Konto neue Sparer in ihre Filialen locken, bei der SEB ist es in dieser Woche der Null-Zins-Kredit. Natürlich ist das ein „Marketing-Gag“. Ein Sprecher der Bank sagte unumwunden: „Wir wollen den Kunden am liebsten gleich noch andere Produkte verkaufen.“ Denn nur dann kann die Bank an dem „Weihnachtsgeschenk“ verdienen. Die Mitarbeiter der Bank werden versuchen, dem potenziellen Provisionsbringer ein Girokonto, ein Fonds oder Bausparvertrag aufzuschwatzen. Um das Geld zu erhalten, ist dazu jedoch niemand verpflichtet. Den Kredit gibt es mit einem gültigen Personalausweis, Einkommensnachweisend er vergangenen drei Monate und einer positiven Schufa-Auskunft. Übrigens gibt es nicht mehr als 2000 Euro und auch nur einmal pro Familie, damit gewährleistet ist, dass sich niemand übernimmt und in eine Schuldenfalle tappt.

Die naheliegendste Idee ist natürlich, mit dem kostenlosen Kredit auf Einkaufstour zu gehen, jedoch „Pfennigfuchser können aber auch richtig sparen“, sagt Zinsexperte Max Herbst von der FMH Finanzberatung in Frankfurt. Entweder auf einem Tagesgeldkonto angelegt sammeln sich bei einer Rendite von drei Prozent bis zur Rückzahlung in zwölf Monaten 32,50 Euro Guthabenzinsen, bei 24 Monaten sind es rund 62 Euro. Jedoch lohnt sich die Sache richtig für diejenigen, die ihr Konto überzogen haben und einen teuren Dispokredit in Anspruch nehmen müssen. Berechnet die Bank beispielsweise einen Strafzins von zwölf Prozent, kann der Kunde bei einer vorübergehenden Reduzierung von 5000 Euro auf 3000 Euro in zwölf Monaten rund 130 Euro und bei 24 Monaten sogar 250 Euro an Zinsausgaben sparen.

Jedoch sollte trotzdem niemand allzu blauäugig zur SEB gehen, denn selbst wenn man dem Berater unmissverständlich deutlich macht, an anderen Produkten nicht interessiert zu sein, muss man aufpassen. Denn bei einem Ratenkredit verkaufen Banken gern noch ein Sicherheitspaket für den Todesfall, Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit mit dazu. Sollte dieser Fall eintreten, übernimmt eine Versicherung die Ratenzahlung, was zwar gut klingt, sich für den Kunden jedoch als teuer herausstellt, da die Kosten für Restschuldversicherungen im Effektivzins von den Banken nicht ausgewiesen werden müssen. In der Versicherung steht so auch weiterhin null Prozent, jedoch ist der Gesamtkreditbetrag dann höher. Laut Aussage eines SEB-Mitarbeiters würden im Fall des 2000-Euro-Kredits allein für den Todesfallschutz 40 bis 80 Euro Zusatzkosten anfallen. Somit wäre der errechnete Zinsverdienst dahin. Das Sicherheitspaket kann vom Kunden abgelehnt werden, den Kredit gibt es aber trotzdem.

Arbeitgeberdarlehen

Geschrieben am: 9 Dezember 2008 in Kredite

Nicht nur Banken und Kreditinstitute können ein Darlehen vergeben, sondern auch der Arbeitgeber. Dabei sind jedoch verschiedene Punkte zu beachten, betonen Verbraucherschützer. Besonders wichtig ist die Berücksichtigung der Freigrenze von 2600 Euro. Bis zu diesem Betrag wirkt sich das Darlehen nicht auf die Steuer- und Sozialversicherungspflicht der Beschäftigung aus. Diese Freigrenze gilt unabhängig von dem vereinbarten Zinssatz. Bei einem höheren Darlehensbetrag sollte man versuchen, die Rückzahlung bis unter die Freigrenze möglichst schnell zu schaffen, denn ab diesem Zeitpunkt gibt es wieder keine Probleme bezüglich der Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit.

Grundsätzlich können Arbeitgeberdarlehen auch zinsfrei vergeben werden. In der Regel werden die Arbeitgeber allerdings Zinsen verlangen, da ihnen durch das Darlehen selbst Zinseinnahmen verloren gehen, die sie mit einer Anlage des Kreditbetrages erlangen würden.

Egal, wie gut das Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist, ein Arbeitgeberdarlehen sollte immer schriftlich festgehalten werden. Neben der Höhe der Darlehenssumme sollten auch die Höhe des Zinssatzes, das Auszahlungsdatum sowie die Höhe und Fälligkeit der einzelnen Rückzahlungen schriftlich fixiert und von beiden unterschrieben werden. Um spätere Probleme zu vermeiden, sollte man auch Regeln aufstellen für den Fall, dass der Arbeitnehmer mit einer oder mehreren Raten in Verzug gerät.